13.10.
2009

Der Herbst meldet sich in vollen Zügen. Was gibt es da Schöneres als sich mit einem Buch ins Warme zu verdrücken und den Regen Regen sein zu lassen? Unsere Freunde von Gudberg waren so freundlich und haben uns ein paar Neuerscheinungen aus ihrem Hause zukommen lassen, die wir verlosen dürfen. Genau richtig für die kalten Tage! Hier die Titel der Kunstbücher:

Alex Diamond »Don’t worry ’bout a thing (being Alex Diamond)«

alexdiamondDas Buch »Don’t worry ’bout a thing (Being Alex Diamond)«, zeigt die neuesten Arbeiten des Künstlers Alex Diamond, der 2004 erstmals in die Welt der zeitgenössischen Kunstszene trat und sich dort einen Namen machte. Doch wer hinter dem Pseudonym stecken mag, ist der Öffentlichkeit bis heute im Verborgenen geblieben, denn Diamond spielte von Anfang an mit dem Reiz der Anonymität und der Loslösung seiner Kunst von einer Künstlerpersönlichkeit. Seine neuesten Werke sind gleichzeitig das Ergebnis einer knapp einjährigen Studie: In dieser setzte sich der Künstler intensiv mit der Frage nach der eigenen Identität, sozialen Rollen, der Macht des Egos und einer natürlichen Schizophrenie auseinander. So präsentiert er in seinem Buch rund 40 Arbeiten, in denen er Fotografie und Malerei und damit Wirklichkeit und Phantasie vermischt. Seine Bildserie zeigt dabei, wie Alex Diamond selbst in wechselnde Körper schlüpft, unterschiedliche Persönlichkeiten annimmt und sich immer wieder neu inszeniert. Das Gesicht jedoch wird stets verdeckt durch sein Markenzeichen: Die Maske mit den Tentakeln…

Nils Kasiske »The Songbird’s Suicide«

gudberg_book02»The Songbird’s Suicide« zeigt die Arbeiten des Hamburger Künstlers Nils Kasiske. Mit seinen filigranen, monochromen Zeichnungen und Installationen lebensmüder Singvögel liefert Kasiske ein vielschichtiges, konzeptionell durchdachtes Werk ab, das nicht nur als ästhetischer Kommentar zu herrschenden Gestaltungsdirektiven aus Werbung und Produktdesign gelesen werden kann, sondern auch als Bildserie, die subtil Strukturen des Alltags des Lebens in der Großstadt beschreibt. Gleichzeitig wird Nils Kasiske zu einem Geschichtenerzähler: Seine Bilder von menschenähnlichen Vögeln – die an reale Personen wie Kurt Cobain, die Monroe oder den Unternehmer Merckle erinnern – zeigen Szenerien, die das selbstgewählte Ende einer Geschichte zeigen: Den Freitod des Singvogels. Es geht um persönliche Schicksale, die um die Ambivalenz aus Individuum und Massenkultur, Genie und Wahnsinn, Rebellion und Hype, Gier, Geld und Selbstfindung kreisen. Was die Motive und Lebensgeschichten der Singvögel gewesen sein mögen, bleibt jedoch dem Betrachter und seiner eigenen Reflexion und Phantasie überlassen. Denn Kasiskes Kunst benötigt immer zwei Seiten: Den künstlerischen Impuls sowie die individuelle Interpretation des Publikums. Sie ist die direkte Aufforderung zur Kommunikation und Interaktion. Anfassen ist erlaubt – Antworten sogar ausdrücklich erwünscht.

Heiko Zahlmann »Von der Wand in den Raum in den Himmel«

heikozahlmann»Von der Wand in den Raum in den Himmel« – ein Titel, der die künstlerische Entwicklung des Hamburgers Heiko Zahlmann beschreibt. Dessen gestalterische Wurzeln liegen unverkennbar im Graffiti, mit dem er einst abweisendem Beton Farbe verlieh und der Tristesse der Stadt Leben einhauchte. Genau dort, in der Stadtwüste, hat er seine Beobachtungsgabe für den urbanen Alltag, aber auch das schnelle Arbeiten im öffentlichen Raum gelernt. Eine Arbeitsweise, die er sich bis heute erhalten hat, wenngleich seine neuen Werke deutlich konzeptioneller und kontextueller erscheinen. Seine Geschichte jedoch leugnet Zahlmann auch nach zahlreichen Ausstellungsprojekten in renommierten Galerien und Museen nicht, denn seine grenzüberschreitenden Werke wären ohne seine Sprayervergangenheit kaum möglich und denkbar. So beispielsweise, wenn er alte Graffiti-Gesten in rudimentärer Form in der Wüste der Vereinigten Arabischen Emirate unter freiem Himmel und in einer ganz neuen Form von öffentlichem Raum entstehen läßt. Oder aber, wenn er Betonwürfel heute mit Farbe übergießt oder monochrom wirkenden Kuben eine zusätzliche Oberfläche gibt, die mehr geschrieben als gemalt erscheint… Heiko Zahlmann steht mit seiner heutigen Arbeit für die stetige Weiterentwicklung des Ursprung-Mediums Graffiti und für ungebändigten Innovationsdrang. Indem er Grenzen der Gestaltung und Ästhetik immer wieder bricht und erweitert, zeigt uns Heiko Zahlmann bereits jetzt, wie die Tags einer fernen Zukunft aussehen könnten und wie Graffiti es schaffen kann, dem Zeitgeist immer noch einen Schritt voraus sein zu können.

Übrigens: Gudberg sind auch auf der Frankfurter Buchmesse mit einem eigenen Stand anzutreffen (Halle 4.1, Stand M545).

Um die Bücher zu gewinnen, schickt uns bitte bis zum 18. Oktober 2009 eine Email mit dem Betreff »Gudberg« an info(∆)affektblog.de. Wir verlosen drei Pakete, es lohnt sich also mitzumachen! Bitte gebt dabei eure Adresse an. Viel Glück!

Link
Verlag Gudberg
Alex Diamond
Nils Kasiske
Heiko Zahlmann

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2 comments so far

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  1. Wie kann man euch bestechen?

  2. Nein, aber Du kannst ja einfach mitmachen ;)

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