BootBooHook 2012

Wie das neue Gelände aussehen könnte, zeigt diese Montage (via BootBooHook)

Das BootBooHook wird fünf! Längst ist das kleine Festival in Hannover nicht mehr der Geheimtipp, der es noch vor ein paar Jahren war, als sich lediglich ein paar hundert Zelte entlang des Ihmeufers an die Böschung kuschelten. Und so wartet man in Hannover zum kleinen Jubiläum nicht nur (wieder!) mit einem Wahnsinns-Line-Up auf, sondern verlässt auch erstmals das beschauliche Faust-Gelände im schönen Stadtteil Linden, um sich im Kronsbergpark nahe dem Expo-Gelände einzurichten.

Es sieht ganz danach aus, als würden die Veranstalter aus dem Hause Tapete Records auch in diesem Jahr wieder alles richtig machen: Fast 50 Bands und Musiker auf drei Bühnen – eine Open-Air-Mainstage auf abschüssigem Gelände, ein großes, seitlich offenes Zelt und die geschlossene Faust-Stage, in Erinnerung an die alte Festivalheimat -, die alle über kurze Wege zu erreichen sind und die (fast) nie parallel bespielt werden. Im Klartext heißt das: (so gut wie) keine Überschneidungen, keine Band verpassen, und auf dem Weg kann man nochmal kurz am Bierstand Halt machen.

Aber: Gute Organisation und ein schönes Gelände bieten natürlich nur den Rahmen für das, was ein gelungenes Festival wirklich ausmacht: Die Musik. Und deshalb werfen wir doch mal einen Blick auf den Timetable und unsere Highlights.

Da wir erst am Freitag aus Hamburg anreisen, starten wir vermutlich erst um 19:30 Uhr mit den Japandroids – dem Garage-Punk-Duo aus Kanada, das jüngst mit seinem zweiten Album  »Celebration Rock« für Furore sorgte – ins Festivalwochenende. Im Anschluss daran wechseln wir kurz zur Tent Stage, wo Palais Schaumburg spielen werden, die den meisten wahrscheinlich leider nur noch in Zusammenhang mit dem 1000-Robota-Coverhit ein Begriff sind. Danach fällt die Entscheidung zwischen den großartigen Of Montreal und Super 700 aller Wahrscheinlichkeit nach für die Band um Kevin Barnes aus, die entgegen erster Annahmen nicht aus Kanada, sondern aus den USA stammen. Den krönenden Abschluss des ersten Abends bilden schließlich die vier Tocotronic-Jungs, frisch und munter aus ihrem Sabbatjahr zurückgekehrt und vermutlich mit einigen Songs der neuen Platte im Gepäck. Stark.

Samstag steigen wir direkt voll ein. 15 Uhr, Jens Friebe. So früh? Wirkt denn da all das Glitzer schon, in der prallen Mittagssonne? Danach erstmal ankommen, in aller Ruhe das zweite Bier trinken und beratschlagen: Am liebsten erstmal zu The Hundred In The Hands, genau das Richtige an einem so sonnigen Samstagnachmittag, wie er es bei allem BootBooHook-Glück werden wird. Und die Füße noch ein wenig ausruhen, denn die werden am späten Abend noch gebraucht, wenn erst die drei Dänen von WhoMadeWho und später die anderen Skandinavier von The Whitest Boy Alive das Festivalgelände beschallen. Wir haben everybody’s darling Erlend Øye gerade erst beim Primavera Festival mit den Kings Of Convenience gesehen und sind uns sicher: Das wird ziemlich gut.
Die Ablenkung und Aufmunterung durch ein wildes Tänzchen mit Erlend wird auch nötig sein. Denn kurz zuvor geben Superpunk – die Top Old Boys aus Hamburg – ihr wirklich allerallerallerletztes Konzert ever. Oh my. Darauf ein Schnäpschen für die Dame – gern aber auch ‘nen Meter Lüttje Lage.

Mit kleinerer Ausstattung – nämlich nur auf zwei Bühnen – klingt das Festival am Sonntag aus. Wobei – bei Bands wie Ja, Panik, Niels Frevert, Boy und Dear Reader kann von Ausklang eigentlich keine Rede sein. Da hat sich das BootBooHook ein paar Perlen noch bis zum Schluss aufgehoben.

Für all die fantastischen Bands, die hier keine Erwähnung gefunden haben, kann man hier einen Blick auf den vollständigen Timetable werfen, und sich – wie könnte man danach nicht! – direkt danach hier mit Tickets eindecken. Was sonst wie eine Drohung klingt, ist diesen Sommer eine Verheißung: Wir sehen uns in Hannover.

Info
BootBooHook Festival
22.-24. August 2012
Kronsbergpark Hannover
3-Tage-Festivalticket ab 55,- Euro, Tagestickets ab 25,-, bzw. 35,- Euro.

Links
BootBooHook
Tickets

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