Affekt — Blog für Kultur und Relevantes - Part 10

Electrelane / Foto: Greg Neate (http://www.flickr.com/photos/neate_photos/3560104227)

Der heutige Titel habe ich so schön aufmerksamkeitshaschend gehalten, damit sich was bei Googles Schlagwörtern ändert – aber erstmal zu etwas anderem: Der Musikwirtschaft wurde das Ende erklärt, der Journalismus ist gebeutelt. Wie schlimm muss es da erst um den Musikjournalismus stehen? Anscheinend gilt auch hier: Die jüngsten Hefte werden als erste betroffen sein. Kürzlich bat ein Magazin um Unterstützung, dass sich verschiedenen Themen aus Kultur und Politik verschrieben hat, oftmals aber als Musikmagazin wahrgenommen wird: Das Missy Magazine. Eine Zeitschrift in den Kinderschuhen, es gibt sie erst seit 4 Jahren. Zu wenig Zeit um sich eine treue LeserInnenschaft aufzubauen, die das Heft auch durch garstige Zeiten begleitet. Daher appellierte die Redaktion an Fans und geneigte Menschen: Kauft Abos! Das gäbe ihnen die Möglichkeit, langfristig für die Zukunft zu planen. Doch zusätzlich zum jungen Alter der Zeitschrift ist die Existenz der Missy durch diese selbst bedroht.

Warum? Die Herausgeberinnen waren so tollkühn, ihre Pop- und Kulturkritik mit einem unpopulären Fokus zu versehen: Feminismus. Damit verschreiben sie sich einen Thema, das seit jeher misstrauisch im Musikgeschäft beäugt wird.

Je mehr Menschen durch Artikel in der überregionalen Presse (z.B. Süddeutsche Zeitung und taz) von  der Existenz und Lage des Missy Magazines erfuhren, desto mehr Lob und Häme gab es. Das Ding ist: die Herausgeberinnen haben zu Anfang beschlossen, dass sie zu 99 Prozent Frauen bzw. Menschen, die sich als weiblich identifizieren, am Magazin beteiligen wollen. Das stieß bereits 2008 zu Beginn des Heftes auf heftige Kritik, und das tut es auch jetzt. In der Kommentarleiste von taz.de ereiferte sich jemand so: »Es ist genau diese radikalfeministische Gesinnungspolizei, die Andersdenkende diffamiert wie weiland der sozialistische Betonkopf den Bürgerrechtler. Abstossend.« Dass es dem Missy Magazine um weit andere Dinge geht, als alle zu diffamieren, die das Wort »männlich« im Ausweis stehen haben oder die meinen, dass »der Feminismus« überholt ist und abgeschafft gehört,  wird erst gar nicht beachtet oder recherchiert.

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Willemsen legt auf – Vol. XVI

Foto: Sharon Nathan

Bis gestern sah es nicht danach aus, aber nach einem Adventssonntag im verschneiten Niedersachsen und dem bereits dritten geöffneten Türchen am Adventskalender können wir uns nicht mehr entziehen: In drei Wochen ist Weihnachten, und die vorfreudige vorweihnachtliche Spendierlaune, mit der einem derzeit überall begegnet wird, hat auch uns angesteckt.

Das trifft sich gut, ist doch unser liebster Märchenonkel Roger Willemsen diese Woche wieder in der Stadt, um auf seinem roten Sofa Platz zu nehmen, Musik zu spielen und Geschichten zu erzählen. So mögen wir Advent.

Nach dem großen Erfolg von »Anke Engelke & Roger Willemsen legen auf« in Hannover, ist der Musikbotschafter von NDR Kultur nun wieder ganz auf sich gestellt, und das heißt auch: Sein Programm ist wieder ganz dem Vergleich zwischen Kompositionen des Jazz und der Klassik gewidmet. Das vierte Jahr seiner Abende im Rolf-Liebermann-Studio wird er nicht abschließen, ohne sein Publikum auf neue Fährten zu führen und Entdeckungen anzubieten. Oder wo sonst wäre je eine Flöte bei Debussy auf eine Pennywhistle aus Südafrika getroffen? Wo sollte der französische Sonderling Charles-Valentin Alkan auf einen polnischen HNO-Arzt namens Krzysztof Komeda treffen wenn nicht hier? Und hat man je das Largo eines Gitarrenkonzertes von Ferdinando Carulli in Beziehung gesetzt zu Django Reinhardt?

NDR Kultur zeigt sich in der Adventszeit ebenfalls großzügig, und hat uns dieses Mal gleich 5x 2 Karten zur Verlosung zur Verfügung gestellt! Wer am Mittwoch gern dabei wäre, schickt schnell bis zum 4. Dezember, 18 Uhr eine Email mit dem Betreff »Willemsen« an info(∆)affektblog.de. Bitte gebt euren vollständigen Namen an, damit wir ihn im Fall eures Losglücks an den NDR weiterleiten können. Viel Glück!

Willemsen legt auf – Vol. XV
Mittwoch, 5. Dezember 2012, 20 Uhr
Rolf-Liebermann-Studio des NDR Oberstraße 120 (HH-Rotherbaum)
Eintritt: 14 Euro (ermäßigt 11,20 Euro)

Links
Willemsen legt auf bei NDR Kultur

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Ben Gibbard »Former Lives«

Foto: David Lichterman (flickr.com/lavid)

Von The Postal Service haben wir zu unserem Bedauern seit Jahren nichts gehört, mit »Codes and Keys« kam die letzte Platte von Death Cab For Cutie immerhin im Mai 2011 – ging aber verhältnismäßig unbeachtet unter. Die letzte Nachricht von Sänger Ben Gibbard, die wirklich Aufmerksamkeit erregte, war die von der Trennung von every Indieboy’s darling Zooey Deschanel. Jetzt gibt es aber wieder gute Nachrichten: Nicht nur privat, auch musikalisch wandelt Gibbard derzeit auf Solopfaden, neue Platte und Tour inklusive.

Das Solodebüt – beziehungsweise das erste Album, das nur unter seinem eigenen Namen erscheint – ist Mitte Oktober erschienen und trägt den Titel »Former Lives«. Die zwölf Stücke sind bereits im Lauf der letzten acht Jahre entstanden, aber haben erst jetzt, nach Gibbards Umzug von Seattle die Küste hinunter nach Los Angeles, ihre endgültige Form gefunden.

Derzeit stellt Ben Gibbard »Former Lives« in den USA live vor, Ende November und Anfang Dezember ist er auch in Europa zu sehen. Besonders freuen dürfen sich Hamburger und Berliner, denn in ihren Städten wurden Locations ausgesucht, die versprechen, es ein ganz besonderes Konzert werden zu lassen: In Hamburg spielt Gibbard am 29. November in der Kulturkirche Altona an der Max-Brauer-Allee, einen Tag später in der Passionskirche in Berlin-Kreuzberg.

Wir freuen uns sehr, für beide Konzerte 2x 2 Karten verlosen zu dürfen! Um zwei Karten für eure Wunschstadt zu gewinnen, schickt bis zum 26. November, 20 Uhr eine Email mit dem Betreff »Ben Gibbard in Berlin« oder »Ben Gibbard in Hamburg« an info(∆)affektblog.de. Denkt an ein paar nette Worte, außerdem solltet ihr natürlich euren vollständigen Namen angeben, damit wir den im Fall eines Gewinns an die Veranstalter weiterleiten können. Wir drücken die Daumen!

Ben Gibbard
29. November 2012
Kulturkirche Altona (Max-Brauer-Allee 199, Hamburg)
30. November 2012
Passionskirche (Zossener Straße 65, Berlin)
Eintritt jeweils ca. 25 Euro

Links
Ben Gibbard
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5 Jahre Mono Concept Store

»Fine Clothes and Items for Ladies and Gentlemen« hat sich der Mono Concept Store in der Rosenhofstraße Nummer 5 im Hamburger Schanzenviertel auf die Fahne geschrieben. Das trifft es sehr gut und darum mögen wir diesen kleinen, etwas seitlich gelegenen Laden, der seit nunmehr fünf Jahren alltagstaugliche und stilsichere Klamotten anbietet.

Dieses Jubiläum muss natürlich gefeiert werden. Und so weisen wir nur zu gerne auf den heutigen Abend hin. Nach Ladenschluss bleiben die Türen offen, Drinks werden serviert und für die musikalische Untermalung sorgen die Adana Twins, die gerade durch die die ganze Welt touren, sich aber trotzdem nicht die Ehre nehmen lassen und mit ihrem heutigen Set sicher die herbstliche Tristesse wegzublasen vermögen. Es lohnt sich also!

Wir von Affekt wünschen dem Mono Concept Store und insbesondere Ladenbetreiber Özgür alles Gute zum Ehrentag und ganz viele spannende Jahre, die noch kommen mögen!

5 Jahre Mono Concept Store
Mono Concept Store
Rosenhofstraße 5
20357 Hamburg

DJs: Adana Twins
Beginn: 20:00 Uhr

Links
Mono Concept Store
MCS auf Facebook

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The Dashwoods »The Sea«-Tour

Beim Dockville, beim Reeperbahn Festival und bei der Berlin Music Week könnte man The Dashwoods schon gesehen haben, und wenn nicht, dann kann man das auf der heute startenden »The Sea«-Tour nachholen. Die junge Truppe aus der niedersächsischen Provinz kann sich derzeit kaum retten vor lauter Kritiker-Aufmerksamkeit und Supportanfragen. Mit Is Tropical war man unterwegs, hat Those Dancing Days supportet – aber jetzt ist die Zeit reif, als Haupt-Act auf Tour zu gehen.

Seit »Mirage« hat sich bei The Dashwoods viel getan: Die fünfköpfige Band um Sängerin Daniela Krüger hat neue Songs geschrieben, die sehr viel weiter gehen. Wenn sie in den Texten nach Gewissheiten, nach Orientierung und einem Ort zum Ankommen suchen, haben The Dashwoods all dies in der Musik längst gefunden. Wer will, kann natürlich Referenzen ausmachen. Nur wird das eben schnell langweilig, weil hier unterschiedliche Einflüsse zu einem ganz und gar eigenen Sound verschmelzen: Selten war wundersam flirrender Indiepop so druckvoll und so tanzbar. Jetzt bietet sich die allererste Gelegenheit ihrer neuen, hochmelodiösen Experimentierlust zu folgen. (Carsten Schrader)

Tour
21. November 2012 | Hamburg | Prinzenbar
6. Dezember 2012 | Hannover | Kulturpalast
13. Dezember 2012 | Berlin | Duncker
15.Dezember 2012 | Bremen | Lila Eule

Links
The Dashwoods
Myspace
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Am 1. Dezember öffnet der Zweimeilenladen für drei Wochen seine Tore. Der Popup Store beim Grünen Jäger in Hamburg vertreibt nicht nur lokale Produkte aus unmittelbarer Umgebung, sondern bietet auch zahlreiche Veranstaltungen und Workshops an. Wolfgang Wopperer, einer der Köpfe hinter der Idee, erklärt uns das Projekt.

Erkläre uns doch bitte kurz, was es mit dem Zweimeilenladen auf sich hat.
»Der Zweimeilenladen ist ein Popup Store für lokale Produkte und lokale Produktion. Dabei ist der Name Programm: Im Zweimeilenladen werden wir nur Dinge verkaufen, die in einem Umkreis von zwei Meilen um den Laden produziert werden. Ein kleiner Radius – mit einer unfassbaren Menge an Produkten! Das Beste und Schönste davon wollen wir für drei Wochen im Zweimeilenladen versammeln: von Fashion und Accessoires über Bücher und Printprodukte bis zu Kaffee, Schokolade und hausgemachter Hirsch-Bolognese. Dazu gibt’s Workshops rund ums Selbermachen, seien es Möbel, Sammelkarten oder Blinken-Buttons.«

Wie seid ihr auf die Idee gekommen? Warum wolltet ihr diesen temporären Ort schaffen?
»Wir befassen uns schon seit geraumer Zeit mit dem Thema ‘lokale Produktion’, haben mit todayimade.co eine Online-Plattform für das Zeigen und Teilen von Selbergemachtem gebaut, üben uns in Urban Gardening – und wollten das »lokal« in »lokale Produktion« endlich mal richtig ernst nehmen: »Locally produced« heißt etwa in Großbritannien, dass die Produkte aus einem Umkreis von 30 Meilen stammen. Not really local, dachten wir. Dann schon eher zwei! Was in diesen zwei Meilen alles entsteht und was davon versammelt werden kann, das wollten wir einfach ausprobieren.«

Wen und was wollt ihr mit dem Zweimeilenladen erreichen?
»Erst einmal alle lokalen Produzenten – um das Bewusstsein dafür zu stärken, wer alles in der eigenen Nachbarschaft arbeitet, gestaltet, produziert, und um allen Produzenten die Möglichkeit zu geben, über Souterrain und Dawanda hinauszugehen. Und dann natürlich alle an lokaler Produktion Interessierten (und erst recht die Uninteressierten!) – um zu zeigen, was wirklich lokale Produktion bedeutet. Wenn am Ende des Projekts alle mehr Lust aufs Selbermachen und auf die Unterstützung lokaler Produzenten haben, dann haben wir alles richtig gemacht.«

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Untote Bilder

Bela Lugosi in »White Zombie«

Vor gar nicht allzu langer Zeit war ich im Dienstagskino, einer neuen Filmreihe im Hamburger B-Movie-Kino, bei der, oh là là, Filmkopien aus Privatbesitz gezeigt werden, was natürlich eine ziemlich heiße Sache ist. Gegeben wurde an jenem Abend eine versehrte 16mm-Kopie von »White Zombie« (1932) mit Bela Lugosi. Die Kopie selbst war aus den 60ern und musste vom Kurator der Reihe mühevoll in einen vorführfähigen Zustand gebracht werden – doch wie es dann so ist bei einer vielgeschauten Kopie mit locker fünfzig Jahren Abspielerfahrung: das Schwarz ist eher grau, das Weiß auch, das Bild ist übersät mit Kratzern und der Ton hat natürlich ebenso gelitten. Kurz gesagt: Hi Folks, listen up, the time is speaking.

Aber hier soll es gar nicht um »White Zombie« gehen. Obwohl der Film in genau jene spannende Zeit fällt, als der Tonfilm übernommen hatte, aber der Stummfilm noch nicht ganz vergessen war. Und so wird viel dummes Zeug geredet, denn es musste ja sein, und in den besten Momenten die Schnauze gehalten, denn das war, was sie eigentlich konnten. Aber um »White Zombie« soll es ja gar nicht gehen.
Stattdessen – denn es liegt halt grad in der Luft – um die Allgegenwart der Digitalisierung: Sie holt beständig auf, ich bin kein Filmvorführer mehr und an den schlechter gelaunten Tagen fühlt es sich an, als wäre es der elende Werwolf Gmork, der diese Aufholjagd betreibt – die Digitalisierung ist somit das Nichts, so attraktiv wie endgültig; es bedroht unser Kino-Phantásien und immer größere Teile dieses Reichs verschwinden einfach. Doch: Vor den Sümpfen der Traurigkeit soll man sich hüten, denn dort ist es, wo Gmork mich, also Atréju, fast erwischt. Zumindest im Film.

Gmork, der Digitalisierer

An jenem Dienstagabend im B-Movie also, eben jenem Abend vor gar nicht allzu langer Zeit, ging es für mich eindeutig um die Lebendigkeit, die in einem analogen Filmbild verborgen ist und die erst durch die Zeit, über viele Jahre hinweg, sichtbar gemacht werden kann. Das ganze Geflacker und Gesprengsel, die Schrammen, der Dreck, die Risse und Schäden beschäftigen Augen und Hirn – es gibt viel zu gucken, selbst wenn nicht viel passiert. Aus einem tief sitzenden Instinkt heraus freuen sich unsere Rezeptoren über das Überangebot an Bildinformationen, dem Gewackel und Geschrammel, dem kontinuierlichen Zuviel, das dann doch nicht überfordert.
Auf der anderen Seite: Gib mir Plasma, gib mir Baby-Blu-ray, gib mir Dolby 32.1, gib mir 4K, gib mir 3D und DCP, und lasst die kindliche Kaiserin doch verrecken in ihrem Elfenbeinturm.

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Reptile Youth — Album und Tour

Foto: David Richardson

Samstagnacht um 1 Uhr auf dem BootBooHook, einen Monat später um 2 Uhr auf dem Reeperbahn Festival – das sind eigentlich nicht die dankbarsten Slots, die man auf einem Festival erwischen kann. Viel zu oft machen fortgeschrittene Uhrzeit und steigender Pegel einen Strich durch den geplanten Timetable, viel zu oft bleibt man dann doch an irgendeiner Bar hängen und verpasst die Konzerte, die eigentlich auf der To-Do-Liste standen. Wir senken unser Haupt.

Es kann aber auch ganz anders kommen. Bands wie Reptile Youth kommt so ein Slot wahrscheinlich gerade recht: Skeptische Blicke und zaghaftes Kopfnicken gibt’s um 20 Uhr, nach Mitternacht muss aber niemand die erhitzten Körper zum Tanzen überreden. Schon gar nicht, wenn die Band so viel Energie mitbringt, wie es Reptile Youth tun. Und so wird wahrscheinlich manch anderer, während wir im bierseligen Gespräch versackten oder weggetreten auf der Tanzfläche schwoften, das Glück gehabt haben, zu später Stunde geplant oder zufällig vor die Bühne der beiden Jungs aus Kopenhagen gestolpert sein und sich dort von ihrem kurz darauf erschienenen selbstbetitelten Debüt überzeugt haben.

Alle anderen müssen sich aber nicht grämen: Niemand soll dafür bestraft werden, festivalbedingt dem friedvollen Rausch erlegen zu sein, und dank der ausgiebigen anstehenden Tour von Reptile Youth gibt es dazu auch überhaupt keinen Grund. An zehn Terminen in Deutschland und einem in Österreich hat man im November dicke Gelegenheit, Verpasstes nachzuholen, zuletzt am 12. Dezember im Uebel&Gefährlich in Hamburg.

Und damit ihr euch auch abends um acht schon genauso euphorisch in die Menge werft, als sei es das Finale des Festivalwochenendes, schenken wir euch das Album von Reptile Youth für die Warm-Up-Party vorm Badezimmerspiegel. Um eine von drei CDs zu gewinnen, schickt bis zum 15. Oktober, 15 Uhr eine Email mit dem Betreff »Reptile Youth« an info(∆)affektblog.de. Bitte vergesst ein paar nette Worte und eure Adresse nicht, damit das Album im Falle des Gewinns auch den Weg zu euch findet. Viel Glück!

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Twin Shadow — Tour

Unsere Liebe für Twin Shadow begann mit einem gewonnenen Gästelistenplatz. Ohne diesen hätten wir uns wohl kaum an diesem Abend im Februar 2011 überreden lassen, die gemütliche Stube zu verlassen und sie gegen einen völlig überfüllten und überhitzten Kellerclub einzutauschen. Dabei deutete doch alles darauf hin, dass Großes passieren würde: Eine Freundin, auf deren Musikgeschmack Verlass ist, war eigens aus Berlin angereist, das dortige Konzert war bereits restlos ausverkauft, und auch vor dem Molotow schlängelte man sich an diesem Abend ungeduldig die Treppe hoch und bis auf die Straße, um noch eine der wenigen Restkarten zu ergattern.

Wir hatten bis zu diesem Zeitpunkt nur mit halben Ohr die Single aus dem Debütalbum gehört, die uns zugegebenermaßen nicht besonders vom Hocker riss (und das auch heute noch nicht tut). Ein Fehler. Spätestens mit dem zweiten Song hatten Twin Shadow unser Herz erobert. Noch in der Nacht beschworen wir unsere soeben entflammte Liebe an dieser Stelle, und – Achtung,  Kitsch! – sie lodert bis heute. »Forget« klingt seit über eineinhalb Jahren fast täglich aus unseren Boxen und Kopfhörern  und verharrt unangefochten an der Spitze unserer Hitparade. Der im Juli erschienene Nachfolger konnte uns zwar nicht ganz so erwärmen wie das Debüt, dafür überzeugte »Confess« wohl sämtliche Kritiker dies- und jenseits des Atlantik, wurde allernorts zur Platte des Monats erkoren und wird sicherlich auch in den anstehenden Jahresendlisten weit oben vertreten sein.

Nächste Woche spielen Twin Shadow wieder in Berlin und Hamburg, wieder ist Berlin bereits restlos ausverkauft und wieder ist Hamburg kurz davor. Wir haben unsere Lektion gelernt und frühzeitig zugeschlagen. Aber weil das ohne diesen gewonnenen Gästelistenplatz im Februar 2011 ganz anders ausgesehen haben könnte, möchten wir unser Glück mit euch teilen und verlosen dieses Mal selbst 2x 2 Karten für das Konzert in Hamburg!
Wer seinen Namen +1 auf der Gästeliste wiederfinden möchte, schickt selbigen gepaart mit ein paar netten Worten in einer Email mit dem Betreff »Twin Shadow« an info(∆)affektblog.de. Die Verlosung läuft bis zum 13. November, 15 Uhr. Viel Glück!

Tour
14. November 2012 | Berlin | Lido (ausverkauft!)
15. November 2012 | Hamburg | Knust

Link
Twin Shadow

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Erna Ómarsdóttir »We Saw Monsters«

Foto: Bjarni Grimsson

Blut, Angst, Wahn, Besessenheit – und noch mehr Blut: In ihrer aktuellen Produktion »We Saw Monsters« widmet sich die isländishe Choreografin Erna Ómarsdóttir Monstern als Ausgeburten menschlicher Angst und verwandelt die Bühne in ein düsteres und verstörendes Gruselkabinett:

»Monsters are often born in our minds out of fear of life, nature, darkness, the unknown and death which makes them the product of fear. Therefore we sometimes inadvertently materialize our abstract conception of terror. With time the roles are reversed and the true monsters that can be found in modern society become the cause of terror. The monsters can be lurking everywhere, often they are disguised but sometimes they are easily recognizable. They can even possess our own bodies. Appearances can be deceiving and the boundaries between reality and imagination can become unclear.« Erna Ómarsdóttir

Ómarsdóttir untersucht in »We Saw Monsters« mittels Musik, Tanz, Gesang und Visual Art die Unterschiede von Horror in Religion, Mythen, Filmen und im echten Leben, und sägt an gängigen Klischees der Horror-Darstellung.

Das Stück wird am 9. und 10. November auf Kampnagel gezeigt. Außerdem ist Erna Ómarsdóttir im November und Dezember mit zwei weiteren Produktionen im Rahmen des Nordwind Festivals zu sehen: Am 26. November läuft in der Berliner Volksbühne »Digging in the Sand with Only One Hand« und am 9. Dezember ist sie mit der Produktion »Teach Us to Outgrow Our Madness« nochmal auf Kampnagel zu Gast.

Erna Ómarsdóttir »We Saw Monsters«
9. und 10. November 2012, 20:30 Uhr
Kampnagel (Jarrestr. 20, Hamburg)
Eintritt 12 Euro, mit Ermäßigung 8 Euro

Links
Erna Ómarsdóttir
Kampnagel

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