
In der nächsten Ausgabe vom OPAK Magazin (erscheint in Kürze) wird es einen selbstredend hervorragenden Artikel von HateMag-Redakteurin Nina Scholz zum Thema »Feminismus & Bridesmaids« geben. Die Idee dafür keimte aus einer Diskussion, die im Zuge der Veröffentlichung von Zack Snyders Superkrücke »Sucker Punch« geführten wurde: Warum »Female Empowerment« manchmal gar keine ist und worin der Unterschied zwischen den arschtretenden Stuntfrauen aus »Death Proof« und Snyders lolitahaften Action-Heroines besteht (z. B. hier , hier und hier nachzulesen). Dann kamen Kristen Wiig und Annie Mumolo und katapultierten den Diskurs unter dem Schutzschirm von Comedy-Guru Judd Apatow via »Brautalarm« aus der Genre-Nische in den kommerziellen Mainstream.
Apatow, Tarantino, Snyder – da steckt kulturelle Relevanz drin. Doch was dümpelt eigentlich im parallelen, meist weniger reflexiv besehenen und etwas hinkebeinigem (Ex-)Videotheken-Mainstream vor sich hin? Was lässt sich im Durchschnitt entdecken? Nun, was ist durchschnittlicher als die Filme der »Resident Evil«-Reihe und deren Protagonistin, die unfreiwillige Zombiejägerin Alice gespielt von Milla Jovovich? Genrefilm, Videospielverfilmung, deutsche Beteiligung (Bernd Eichinger, Heike Makatsch), Paul W.S. Anderson als federführende Kreativkraft, Hauptfigur ohne Nachnamen – eine eierlegende Bedeutungssau.
Milla Jovovich soll hier nun also eben eine jener Action-Heldinnen mimen, die nicht nur schlagkräftig, sondern dabei auch sexy sein wollen/sollen/müssen. Wobei Alice natürlich weder das eine noch das andere ist. Denn hier werden gleich zwei Kategorien angefasst, bei denen es sich natürlich bloß um hübsch verpackende Stellvertreter handelt, verkaufsfähige Indizes, die aber etwas anderes meinen, was jetzt, gleich und hier in seiner Gänze klipp und klarer werden wird.
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