Hier ein Vorgeschmack auf das im Sommer kommende neue Album.
Hier ein Vorgeschmack auf das im Sommer kommende neue Album.
Am Freitag, den 23. April 2010, beginnt in der alten Nervenheilanstalt und Facharztklinik Michaelis Krankenhaus in Hamburg/Eimsbüttel der »Kongress für Anders«.
Es ist ein Versuch, die Freiheit der Online-Netzwerke, das angstfreie Nebeneinander unterschiedlichster Strömungen, Kunstrichtungen, Ideen und Arbeitsweisen im virtuellen Web 2.0-Raum wie Facebook oder Youtube in die Realität zu übertragen. Als Experiment. Der Ausgang ist offen.
Initiiert wird der »Kongress für Anders« von der Marke mamamoto, die 2005 von der Hamburger Designerin Claudia Fischer-Appelt mit dem Ziel »Menschen zusammen zu bringen, Begegnungen zu schaffen, Marken erlebbar zu machen und Gutes zu tun« gegründet wurde. So sollen auf den über 2000 qm Synergien aus verschiedenen Formen der Kunst, Design, Theater, Film, Musik, Literatur, aber auch Parties stattfinden.
In kürzester Zeit wurde ein Rahmenprogramm mit vielen Künstlern auf die Beine gestellt, das zu kultureller Offenheit, Spontanität und Interdisziplinarität auffordern möchte. Dabei sind viele der Arbeiten der Künstler zu erwerben, wobei der Gewinn an die Hilfsorganisation MediBüro geht, die die medizinische Versorgung in Deutschland illegal lebender Menschen ermöglicht.
Mit dabei sind:
In Kooperation mit dem Hamburger Kunsthaus gespendete Werke: Thomas Baldischwyler, Wolfgang Oelze, Cordula Ditz, Thorsten Brinkmann, GoestaDiercks, Heiko Neumeister, Naho Kawabe, Henning Kles, Mark Matthes, Seok Lee, Oliver Ross, Jürgen von Dückerhoff, Annette Grotkamp, Stefan Moos, Carola Deye, Frank Lüsing, Stefanie Becker, Boran Burchardt, Kimberly Horton, Alexander Rischer, Birgit Wuttke, Kathrin Wolf und Akane Kimbara
9 Studenten der UDK Berlin u. a. von Gregor Schneider, Olafur Eliasson und Valerié Favre
Hamburger Sprechwerk, KurzFilmAgentur Hamburg, Jana Nitzsch, About Great People, Ole Utikal, Michael Kress, Lixe-Hamburg, Consonanz a 4, Nexthamburg, Viva con Aqua, DJ Autoreverse, DJ Kate Eimsbush, Lisa Rank, FredOne, Eliot, Pisa73, Pabo, Digital Ink, Base23, Susa, Halja, Zonenkinder, 2erPack, Gudberg, Lars Herzog, Tasek, Giraffentoast, Carolin Löbbert, Elbeseiten, Kai Flemming, Imke Staats, Filmclub Spezial, Boo Crew, Bitten Stetter, Martin Timmermann, Jörn Kipping, Saskia Bannasch, Angela-Mara Florant, Magdalena Erdmann, Sieben Sterne, Melanie Schoenmakers, Sarah Bernhard, Tina Haak , Marie Biermann, Nils Mohl, Herr Knopp, Stefan Thurmann, Fidelis Yaw Amo-Antwi, duncan townsend, janina rockt, summer crowd stereo…
Der »Kongress für Anders« beginnt am Freitag um 19:00 mit der Vernissage und dem Verkauf. Bis zum 30. April finden täglich unterschiedlichste Aktionen statt. Das ausführliche Programm ist auf der Website des Kongresses zu finden.
Adresse
Kongress für Anders
Altes Michaeliskrankenhaus
Am Weiher 7
Hamburg/Eimsbüttel
Links
Kongress für Anders
Der Kongress auf Facebook
MediBüro
Jonathan Boulet ist ein Name, von dem man vermutlich noch viel hören wird. Der 21-jährige Australier hat Ende letzten Jahres sein Debütalbum veröffentlicht, das er komplett selbst geschrieben, eingespielt und produziert hat, weshalb man über ihn in dem kleinen Kreis, der bisher auf ihn aufmerksam geworden ist auch gern als Wunderkind tuschelt. Das selbstbetitelte Werk ist auf Modular erschienen, dem Label, das auch The YeahYeahYeahs, Klaxons und Robyn veröffentlicht, klingen tut es jedoch ganz anders. Die erste Single »A Community Service Announcement« erinnert durch die Kombination von sich wiederholenden Percussion-, Keyboard- und Gesangselementen vielleicht an Grizzly Bear, gestaltet sich aber rhythmischer, eingängiger und ist ein gefährlicher Ohrwurmkandidat. Der im März erschienene Nachfolger »North To South East To You« dagegen beginnt ruhig, steigert sich langsam, aber dynamisch und baut eine dramatische Spannung auf, die sich fantastischerweise nicht in einer lauten, bunten Konfettiexplosion entlädt.
Bisher ist Jonathan Boulet nur in Australien unterwegs gewesen und leider ist auch noch nicht bekannt, ob und wann sich das ändern wird. Im Mai ist er erst einmal unter anderem mit Silverchair, Vampire Weekend, Tegan & Sara im Rahmen des australischen »Groovin The Moo«-Festivals auf Tour, und vielleicht werden ja auch noch die deutschen Festivalbooker auf ihn aufmerksam.
Links
Jonathan Boulet bei Modular
Jonathan Boulet MySpace
Blur melden sich zurück – wenn auch zunächst nur in Form des knapp 3 ½ Minuten langen Songs »Fool’s Day«. Der Song wurde speziell für den Record Store Day aufgenommen und auf 7″-Platten gepresst. Die limitierte Auflage von 10.000 Exemplaren ist bereits vergriffen. Wer dennoch in den Genuss des kleinen Popsongs komme möchte, darf sich freuen, denn Blur bieten den Song auf ihrer Website an. Lediglich die Email-Adresse muss hinterlassen werden.
Links
Blur
Record Store Day
Anlässlich des 50. Geburtstages des Künstlers Neo Rauch finden in seiner Heimatstadt Leipzig und München zwei Ausstellungen unter dem Titel »Begleiter« statt. Eine Seltenheit könnte man meinen, da die großformatigen Ölgemälde des Künstlers zumeist für hohe Summe bevorzugt an amerikanische Sammler und Hollywood-Schauspieler wie Brad Pitt gehen.
Die Bilder Rauchs, der der Leipziger Schule zuzuordnen ist, kommen teilweise direkt aus dem Atelier des Malers. Die meist surrealen und comic-artigen Werke zeigen oft Symbole des Sozialismus, in leuchtenden Farben und immer mit einem Hauch Dystopie. Sie wurden in einem Katalog zusammengestellt, der nun beim Verlag Hatje Cantz für knapp 50 Euro erhältlich ist.
Die Ausstellung in Leipzig finden im Museum für Bildende Künste statt und beginnt am 18. April. In München sind die Bilder in der Pinakothek der Moderne ab dem 20. April anzusehen.
Links
Ausstellungswebsite »Begleiter«
Museum der Bildenden Künste, Leipzig
Pinakothek der Moderne, München
Verlag Hatje Cantz
Am Samstag, den 17. April, erscheint die neue Ausgabe des Kunst- und Kulturmagazins DARE.
In seiner vierten Ausgabe widmet sich DARE dem Thema »Surfaces«: Design, Gestaltung und Erscheinungsformen von »Oberflächen« in künstlerischen Formaten werden auf ihre Wirkung und Aussagekraft hin untersucht.
In der Hamburger Botschaft (Sternstraße 67) findet ab 19:00 Uhr die Releaseparty mit einem DJ-Set von Betalounge und Rauminstallationen von Dennis Loesch statt. Am Sonntag folgen darüber hinaus zwischen 18 und 20 Uhr Artist Talks, Lectures und Videoscreenings.
Links
DARE
Hamburger Botschaft
Betalounge


»Peaches, das Bad Girl des Elektro-Punk, und Gonzales, der Piano-Virtuose und Rap-Entertainer, schließen sich zum musikalischen Hochleistungsentertainment zusammen. Sie zeigen ihre Version der Rock-Oper JESUS CHRIST SUPERSTAR. Peaches singt alle Rollen selbst: Jesus und Maria Magdalena, die Jünger und die Pharisäer. Gonzales begleitet sie auf dem Piano, mehr nicht. Eine konzertant-theatrale Aufführung mit zwei außergewöhnlichen Performern – und vielleicht der seltsamste Liederabend der abendländischen Kulturgeschichte.« (Kampnagel)
Da bleibt einem ja die Spucke weg.
Nach der Premiere im Berliner Hebbel am Ufer Ende März sind Peaches und Gonzales im Mai in Hamburg zu Gast. Einen Eindruck, was einen dort erwarten wird verrät dieses Video mit Interview- und Probenausschnitten:
»Peaches Christ Superstar« ist am Dienstag, den 4. Mai, 21Uhr auf Kampnagel (Jarrestr. 20, Hamburg) zu sehen. Der Vorverkauf kostet 14,-€.
Links
Peaches Christ Superstar
Peaches
Gonzales
Kampnagel
Vor einiger Zeit bin ich in Hamburgs wohl schönstem Buchladen für Kunst und Kultur Sautter und Lackmann auf eine Reihe des mir bis dato unbekannten Alexander Verlags gestoßen. Die Reihe des kleinen Hauses aus Berlin nennt sich »Nahaufnahme«. In Interviews werden hier verschiedene Regisseure vorgestellt – Theater, Film oder Choreographie. Ich bekam das Buch mit Peter Zadek in die Hände.
Um ehrlich zu sein, habe ich erst vor wenigen Jahren Zugang zum Theater gefunden, kenne mich also in der Landschaft noch nicht so sehr aus. So war mit Zadek zwar ein Begriff, jedoch habe ich es versäumt mir je ein Stück zu seinen Lebzeiten anzusehen. Erst durch seinen Tod im Juli 2009 bin ich verstärkt auf ihn aufmerksam geworden. Es war also keine schwere Entscheidung das kleinformatige Büchlein mitzunehmen.
Aufgeteilt ist das Buch in vier Kapitel. So geht es eingangs um Zadeks Kindheit und Jugend in Deutschland und England und dann um seine »Helden« Shakespeare, Ibsen und Tschechow. Klaus Dermutz liefert wunderbare Fragen, die Zadek teilweise lange, aber nie langweilige Antworten entlocken. Man kann die Begeisterung für das Theater spüren, ist beeindruckt von Zadeks Selbstreflexion und Lebensgeschichte. Und hier liegt die Stärke der »Nahaufnahme«. Denn im Gegensatz zu langweiligen Biographien, die in der dritten Person geschrieben sind, kommt hier der Mensch selbst zu Wort und redet subjektiv daher. Es ist also eine wunderbar lebendige Abwechslung, bei der man das Gefühl hat Zuhörer zu sein. Es ist die Vermischung von Theaterstück, Arbeit und Privatem. Zadek ist ruppig, nicht glatt und vor allem spannend. Und tatsächlich – das ist spannend. Denn obwohl mein Wissen über das Theater begrenzt ist und ich viele der genannten Stücke höchstens vom Hörensagen kenne, lasse ich mich einfangen und das sehr gerne. Es macht Lust auf’s Theater.
Sasha Waltz
Kurz nachdem ich also das Zadek-Buch zur Seite gelegt hatte, besorgte ich mir die Ausgabe mit Sasha Waltz. Ich hatte erst vor kurzem einen Bericht über die Berliner Choreographin auf Arte gesehen. Vom Tanz bzw. der Choreographie verstehe ich noch weniger als vom Theater. Die Bilder, die sich in meinen Kopf einbrannten, machten mich neugierig. NoBody, Allee der Kosmonauten, Medea. Und was für Peter Zadek zutraf, fand sich auch für Sasha Waltz – eine spannende Geschichte von einem spannenden Menschen. Man erfährt über ihren Werdegang, die künstlerische Arbeit und die Synergie mit Raum und Musik.
Weitere Gespräche in der Reihe sind u. a. mit Martin Wuttke, Glen Gould, Stéphane Braunschweig, Robert Wilson oder Michael Haneke (das bereits wartend auf meinem Nachttisch liegt).
Es war und ist ein großes Vergnügen sich auf unbekannte künstlerische Felder einzulassen, neue Denkweisen kennenzulernen und auf interessant Charaktere aus der Regiewelt zu stoßen. Schnell lesbare, aber ebenso genussvolle Lektüre und somit eine Empfehlung.
Links
Alexander Verlag
Nahaufnahme
Sasha Waltz
»Flexibles Flimmern« ist eigentlich das, was 3D gerne wäre: Es holt den Film von der Mattscheibe in den Raum, und das sogar ohne optische Täuschung. Genau genommen müsste man natürlich sagen: Es holt den Film in den Raum. Denn hier läuft Truffauts »Fahrenheit 451« in der Commerzbibliothek und Fritz Langs »M – Eine Stadt sucht einen Mörder« in einem historischen Eiskeller. Initiator Holger Kraus hat nicht nur ein Herz für Filmklassiker und sondern auch ein Händchen für Umsetzung seines Konzepts des mobilen Kinos.
Für den nächsten Termin geht es aufs Wasser: »Flexibles Flimmern« entführt Hamburger Kinofans zu »Ein Köder für die Bestie« von J. Lee Thompson – der Vorlage von 1962 für die Scorsese-Adaption aus den Neunzigern – unter Wasser, und zwar in den Bauch des Theaterschiffes auf dem Isebekkanal.
Die Vorstellungen von »Ein Köder für die Bestie« finden am 14., 15., 16. und 17. April auf dem »HoheLuftSchiff« des Theaters Zeppelin, Kaiser-Friedrich-Ufer 27 in Hamburg statt. Einlass ist jeweils um 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Um Reservierungen für die Vorstellungen wird gebeten.
Links
Flexibles Flimmern – Filme in Bewegung
Facebook-Seite mit aktuellen Veranstalungen
Zum Film: "Ein Köder für die Bestie" J. Lee Thompson, USA 1962 *Bild Film"Cape Fear" - 1991 erneut in Szene gesetzt von Martin Scorsese mit Nick Nolte als Bowden und Robert de Niro als Cady - ist nicht nur ein äußerst spannender, nervenzerfetzender Thriller, in dem die Gefahr für eine funktionierende Gemeinschaft durch einen Mann wie Cady immer größer wird. Der Film Thompsons auch heute noch sehenswert und im Vergleich zu Scorseses Adaption des Stoffes eine Inszenierung, die mir mehr Spaß gemacht hat - zeigt, man könnte sagen: gnadenlos, wie ein Mann, der keine Skrupel kennt, zielstrebig und ohne sich davon abhalten zu lassen eine Familie nicht nur unter Psychoterror setzt, sondern versucht, sie im wahrsten Sinn des Wortes klein zu machen. Der Film konfrontiert nicht nur Bowden und seine Familie, sondern auch uns mit der Frage, wie man sich gegen einen derartigen Terror schützen kann. Die Ausnahmesituation lässt Bowden zu einer Praxis greifen, die seinem Charakter und seinen Überzeugungen diametral entgegengesetzt ist. Er lässt Cady zusammenschlagen. Und auch die Umstände, die mit der Falle verbunden sind, die Bowden am Schluss Cady stellen will, implizieren immer die Möglichkeit, dass Bowden Cady bereits in einer Situation töten, könnte, in der Cady Mutter und Tochter Bowden (noch) nichts getan hat. Die Inszenierung der Geschichte selbst beinhaltet eine mit dem zunehmenden Terror Cadys analoge Steigerung der Spannung bis zum Showdown am Cape Fear, in der Dunkelheit, in einem von Gewässern und Sümpfen, Sträuchern und Bäumen unüberschaubaren Gelände. Der eigentliche "Star" dieses Films ist weniger Gregory Peck. Es ist Robert Mitchum, der Cady mittels Gestik und vor allem Mimik eine im wahrsten Sinn fürchterliche Gestalt verleiht - wohl eine der besten Rollen dieses exzellenten Darstellers. * Termine:* *Mittwoch 14. April 2010 **Donnerstag 15. April 2010 **Freitag 16. April 2010 **Samstag 17. April 2010 * * * *Einlass dieses Mal bereits ab 19 Uhr - **Filmbeginn **20:00 Uhr* *Vor dem Film habt ihr die Möglichkeit passende Speisen & Getränke zum Film zu geniessen. * *** * *Um Reservierungen für die Kinoabende wird gebeten unter holgerkraus@flexiblesflimmern.de. * *Der Ort: Das HoheLuftschiff vom Theater Zeppelin e.V. Bild Schiff* Seit vielen Jahren stellt sich der Verein Zeppelin Kinder- und Jugendkunst e.V. der besonderen künstlerischen Herausforderung, Kunst- und Kulturprojekte zu planen und durchzuführen,um insbesondere die Kreativität und Ausdrucksfähigkeit von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Im Isebekkanal - direkt gegenüber der Theaterschule Zeppelin- ist die erste schwimmende Bühne, auf der Kinder und Jugendliche das Sagen haben, vor Anker gegangen. Aus der "Getreideschute FB 11" ist ein Theaterschiff - ein neuer kultureller Anlaufpunkt an der Waterkant - das "HoheLuftschiff" geworden. In dem Schiffsbauch der Schute entstand eine Bühne, auf der die jungen Talente ,die Bretter dieser Welt betreten.Die neue Bühne ist nicht nur für die Theaterproduktionen der Theaterschule Zeppelin gedacht, sondern auch für alle jungen Künstler der Stadt Hamburg und Übersee. Schauspieler, Studenten, Künstler, Dichter, Maler, Musiker und Regisseure, von 5 bis 25 Jahren, bekommen eine Chance ihre Liebe, ihre Träume,ihre Politik, Philosophie und Poesie dem Publikum zu präsentieren. Damit wird das Hohe Luftschiff zu einem ganz besonderen kulturellen Treffpunkt. Es ist ein außergewöhnlicher und poetischer Ort, der Platz für Zukunft bietet. *Theater Zeppelin e.V. Kaiser-Friedrich-Ufer 27 20253 Hamburg (U3-Hoheluftbrücke) * *Stöbert schön in eurem Leben* * Holger * *Flexibles Flimmern - Filme in Bewegung* mehr unter www.flexiblesflimmern.de http://www.facebook.com/pages/Flexibles-Flimmern-Filme-in-Bewegung/38159929885