Affekt — Blog für Kultur und Relevantes - Part 5

Stilvorlagen 8 › I like Birds und PBLC

Auch in diesem Jahr präsentiert Affekt wieder die Vortragsreihe Stilvorlagen des Department Design der HAW Hamburg, die sich mit Design und Gesellschaft auseinandersetzt.

Beim letzten Vortrag der Stilvorlagen 8 sind die zwei Hamburger Designstuidos I like Birds und PBLC zu Gast, die besonders das kulturelle Feld aufmischen.

I Like Birds

I Like Birds entwickeln mit viel Liebe zum Detail Bücher, Illustrationen und Installationen. Mit ihrem oft spielerischen Zugang geben sie Informationen eine eigene visuelle Sprache. 2012 veranstalteten sie gemeinsam mit Here We Go das erste Hamburger Grafikdesign Festival »The Joy of Graphic Design«. Ihre Installationen sind vermehrt in der Neon zu sehen.

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»Besser Scheitern« – Videokunst in der Hamburger Kunsthalle

scheitern

Bas Jan Ader: Fall 2, Amsterdam, 1970, 16 mm Filmprojektion, schwarz-weiß, ohne Ton, 19″
Courtesy Mary Sue Ader-Andersen/Bas Jan Ader Estate at the Patrick Painter Inc., Los Angeles

Mit dem Filmstill eines in eine Gracht stürzenden Fahrradfahrers macht zur Zeit die noch bis August laufende Film- und Videokunstausstellung »Besser Scheitern« der Kunsthalle auf sich aufmerksam. Der Ausschnitt ist Teil einer Arbeit des Künstlers Bas Jan Ader, der in seinem gezeigten Werkkomplex das Fallen und Versagen auf verschiedene Weisen behandelt: mit einem Stuhl auf dem Dach balancierend, sich so lange wie möglich an einem Ast festhaltend oder eben mit dem Fahrrad in die Gracht stürzend stellt er existentialistische Gedanken zur Gefahr und Vergänglichkeit des Menschen dar.

Das Scheitern wird in der Ausstellung jedoch nicht nur als Versagen begriffen, sondern ist eng verbunden mit kreativem und künstlerischem Schaffen. Teilweise wird sogar das Kunstschaffen an sich thematisiert, wie in Rineke Dijkstras Video über das kleine Mädchen Ruth, das in der Tate Liverpool Picasso nachzeichnet. Dabei ist im Video nur der Blick des Mädchens zu sehen, und wie dieser von der Vorlage Picassos zu ihrem eigenen Zeichenblock wechselt. Ruths Beschäftigung mit Kunst, ihr Rätseln und Nachahmen, Herstellen und Verwerfen zeigt einen komplizierten künstlerischen Schaffensprozess.

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Apparat plays »Krieg & Frieden«

apparat

So denn … Wie vor nicht allzu langer Zeit angekündigt, befindet sich derzeit Sascha Ring a.k.a Apparat dieser Tage auf Tour. Am kommenden Dienstag, den 18. Juni 2013, macht der Berliner Halt in Hamburg, genauer: im K6 auf Kampnagel, und stellt dort sein aktuelles Album »Krieg & Frieden« vor.

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STILVORLAGEN 8 › Christian Riis Ruggaber

Auch in diesem Jahr präsentiert Affekt wieder die Vortragsreihe Stilvorlagen des Department Design der HAW Hamburg, die sich mit Design und Gesellschaft auseinandersetzt.

Beim vierten Vortrag der Stilvorlagen 8 ist der Schweizer Fotograf und Gründer des Zürcher Designstudios CRR Christian Riis Ruggaber zu Gast.

Christian Riis Ruggaber

Christian Riis Ruggaber ist als Fotograf weltweit anerkannt und als Designer Autodidakt. Seine Fotoserien, bekannt als »Contemplatio – the Act of Noting and Recording«, sprechen eine individuelle visuelle Sprache. Er setzt sich mit der Wahrnehmung und Wirkung von Bildern auseinander und führt mit präziser Schlichtheit einen Diskurs von Unvollkommenheit und Schönheit.

Das Designstudio CRR steht für erfolgreiche Markenidentitäten. Die Projekte umfassen vom Corporate Design über Signaletik bis zur Architektur verschiedene Bereiche. Dazu zählen unter anderem die Entwicklung und Realisation der Corporate Identity für die Schweizer Unternehmen »My Stop« und das Corporate Design für die Berliner Festspiele 2012.

CRR_2

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2. Hamburger Graphic Novel Tage

Vom 10. bis zum 13. Juni finden zum zweiten Mal die Hamburger Graphic Novel Tage im Literaturhaus statt. Sie widmen sich dem Format des Comics als Roman oder – aus anderer Perspektive – des Romans als Bilderfolge. Die Veranstaltung fällt in den Programmbereich »Junges Literaturhaus«, aber das soll Menschen fernab der Pubertät nicht abschrecken.

Das kleine Festival ist nicht als Ausstellung konzipiert, sondern lädt zu interessanten Gesprächen ein. Bei drei von insgesamt fünf Abendveranstaltungen werden zwei Künstler/-innen aufeinander treffen, die in verschiedenen Ländern leben und wirken. Der Austausch über die Arbeit an sowie die Wirkweise und Bedeutung von Graphic Novels steht dabei im Vordergrund.

6-nebel-cover

Cover (Ausschnitt): Voland & Quist

Aus Frankreich reist zum Beispiel Annie Goetzinger an. Die 61-jährige »Grande Dame« des Comics spricht mit Illustratorin Isabel Kreitz über den Platz der Realität im Comic. Beim »vivavostok«-Abend im Haus III&70 kann man erfahren, was hinter dem als tschechischer Comic-Blues bezeichneten Buch »Alois Nebel« steckt. Und am Mittwoch tauschen sich der spanische Zeichner Max und Sascha Hommer über Außenseiter-Figuren aus, die in ihren und vielen anderen Graphic Novels eine besondere Präsenz haben.

Zum Thema »Außenseiter«: Sascha Hommers »Dri Chinisin«

Zum Thema »Außenseiter«: Sascha Hommers »Dri Chinisin«

Wir verlosen für jede dieser drei genannten Veranstaltungen – also am 10., 11. und 12. Juni – jeweils 2x 2 Tickets. An der Verlosung könnt ihr teilnehmen, indem ihr bis einschließlich 6. Juni eine Mail mit dem Betreff »Graphic Novel Tage« und dem Hinweis auf eure favorisierte Veranstaltung an info(∆)affektblog.de schickt! Wer gewinnt, wird per E-Mail benachrichtigt.

»Sprechende Bilder« – 2. Hamburger Graphic Novel Tage
10. – 13. Juni 2013
Literaturhaus Hamburg (Schwanenwik 38, Hamburg-Uhlenhorst)
und Kulturhaus III&70 (Schulterblatt 73, Hamburg-Schanzenviertel)
Tickets: 12 Euro (regulär), 9 Euro (ermäßigt)
Kombiticket: 35 Euro (regulär), 30 Euro (ermäßigt)

Links
Prgrammflyer
Programmübersicht – Junges Literaturhaus

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On the Concept of the Face, Regarding the Son of God | Verlosung

© Klaus Lefebvre

© Klaus Lefebvre

Freunde der Kunst: Aufgepasst!

© Klaus Lefebvre

© Klaus Lefebvre

Der italienische Regiestar Romeo Castellucci konfrontiert das Publikum mit einer für ihn typischen hyperrealen Darstellung: In albtraumhafter Szenerie kümmert sich ein Mann im Businessanzug um seinen senilen Vater, dem er sisyphusartig die Windeln wechseln muss. Gleichzeitig betrachtet ein überdimensionales Jesu Christi Portrait die Zuschauer von der Bühne herab aus sanften Augen. In seinem Angesicht wird sich jeder einzelne seiner Beobachterposition und Wertung der herausfordernden Szenerie umso bewusster. Das Stück ist eine Auseinandersetzung mit Menschlichkeit – mit Fürsorge und Mitleid ebenso wie mit körperlichem Verfall und Hilflosigkeit. Romeo Castellucci wird im August mit dem Goldenen Löwen der Biennale in Venedig für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Den Preis erhalte er »für seine Fähigkeit, eine neue Sprache für die Bühne zu schaffen, die Theater, Musik und die Bildhauerei ineinander verwebt«, heißt es in der Begründung der Jury.

Romeo Castellucci, (geb. 1960) hat Malerei und Szenografie in Bologna studiert und zusammen mit Claudia Castellucci und Chiara Guidi 1981die Theaterkompanie Socìetas Raffaelo Sanzio gegründet. Sein Theater ist basiert nicht in erster Linie auf Text, sondern versteht sich als Plastik, reich an Musik, Licht, Referenzen aus der bildenden Kunst und komplexen Maschinen. Castellucci hat zahlreiche Stücke produziert, in denen er als Autor, Lichtdesigner, Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner agiert.

»In diesem Stück wird der Blick Jesu zum Scheinwerfer, der die Geschehnisse auf der Bühne in wechselhaftes Licht taucht. Das Licht könnte gut oder böse sein, anstößig oder unschuldig.«

Romeo Castellucci

Jetzt heißt es wieder einmal schnell sein. Wir verlosen 3 +1 Gästelistenplätze für die Premiere. Schreibt uns bis morgen, den 30. Mai 2013 / 12 Uhr, eine Email mit dem Betreff »Romeo Castellucci« an info(∆)affektblog.de. Die Gewinner werden per Email benachrichtigt. Viel Erfolg!

On the Concept of the Face,
Regarding the Son of God

30. Mai (Premiere) bis 1. Juni, 20 Uhr
Kampnagel
Jarrestraße 20
22303 Hamburg
Tickets: 12 Euro
Dauer: 60 Minuten

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STILVORLAGEN 8 › Richard Niessen von Niessen & De Vries

Auch in diesem Jahr präsentiert Affekt wieder die Vortragsreihe Stilvorlagen des Department Design der HAW Hamburg, die sich mit Design und Gesellschaft auseinandersetzt.

Beim dritten Vortrag ist der Niederländer Richard Niessen zu Gast in der Armgartstraße und wird mit der unkonventionellen Arbeit seines Büros sicherlich für viel Wirbel sorgen.

Richard Niessen

Richard Niessen und Esther de Vries fordern die Beteiligung des Betrachters heraus: Aus der Zweidimensionalität der Fläche entstehen in einem unverwechselbaren Spiel von Farbe, Mustern und Schrift Räume, in denen sich Gegensätze zu kraftvollen Kompositionen vereinen. Raffiniert nutzen sie Material und Technik für ein vielschichtiges, funktionales Design. So erkunden sie auch die Bereiche Textil, Keramik und Ausstellung.

Overview

Stilvorlagen 8 › Richard Niessen von Niessen & De Vries
Donnerstag, 23. Mai 2013
Beginn: 19 Uhr
Eintritt: 2 bis 6 Euro (nach Ermessen)
HAW Hamburg / Department Design
Aula der Armgartstraße 24 / 22087 Hamburg

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Niessen & De Vries

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Der Bürgermeister der Nacht im Porträt

Fynn Steiner, Mercedes Tuccini und Joachim Franz Büchner

Fynn Steiner, Mercedes Tuccini und Joachim Franz Büchner

Der Hamburger Untergrund hat Zuwachs bekommen – den Bürgermeister der Nacht. Diesen trifft man auf den Bühnen und in den Kneipen der Stadt, natürlich vor allem in der Nacht. Auf ersteren als Entertainer, in letzteren als Kontrollinstanz für überschwängliches Benehmen. Fynn Steiner und Joachim Franz Büchner stecken hinter dieser Figur, die zwischen den Eckpunkten Macht, Musik, Großstadt und Kunst agiert. Im März zeigte die Spex das erste Video der Band, »Paybackzeit in der Opiumhölle«. In einigen Monaten kann man mit dem Debütalbum rechnen, das momentan mit Produzent Pascal Fuhlbrügge im Studio aufgenommen wird. Zeit, in Erfahrung zu bringen, was hier eigentlich los ist.

Bereits der Ort der Gründung fügte sich gut in die Herangehensweise der Band. Fynn Steiner und Joachim Franz Büchner trafen sich zum ersten Date in einem Literaturcafé, dem dieser Titel gegeben wurde, da es viele Bücher für das Wohlbefinden seiner Gäste bereitstellt. Der Bürgermeister nimmt, was die Stadt ihm gibt, und so wurden auch sukzessive Bücher entwendet. Am Tag des Treffens fiel die Wahl auf ein Exemplar von Adalbert Stifter.

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040 Festival für Fotografie in der Gegenwartskunst

Arianna Arcara + Luca Santese, Found Photos in Detroit 2010

Arianna Arcara + Luca Santese, Found Photos in Detroit 2010

Die Kunsthistorikerin und Kuratorin Kristin Dittrich veranstaltet im Juni im Frappant das 040 Festival für Fotografie – ein besonderes Format, das die Bilderflut thematisiert und den Fokus auf das Zusammenspiel von Künstlern und ihren Werken in Themenausstellungen legt. Sie ist Gründerin des Leipziger Fotografiefestivals F/STOP und eine etablierte Größe in der internationalen Fotografieszene. Nun bringt sie ihr Konzept und viele Fotografiekünstler, die noch nie in Hamburg gezeigt wurden, an die Elbe. Im Interview stellt sie das Konzept des Festivals und anschließende Projekte vor.

Kristin, du bist Kuratorin des 040 Fotografiefestivals. Wie sieht das  Konzept der Ausstellung aus?

»Mir geht es beim Ausstellen von Fotografie immer darum, dass die Exponate nicht wie Endprodukte an der Wand hängen, sondern dass die Fragestellung einer Ausstellung und der Dialog zwischen Künstlern und ihren Arbeiten deutlich wird. Feedback, Resonanz aus dem Publikum und aktive und sichtbare Arbeitsprozesse sind mir wichtig, damit eine Ausstellung ein Forum für Fragen und Denken werden kann. Ich bezeichne das 040 Festival als Kapselfestival, weil ich möchte, dass es sich eben wie eine verschlossene Kapsel während der Festivalwoche öffnet und in die Stadt hineinentwickelt. Wenn das funktioniert, soll der Name »Null Vier Null« auch als Festivalname in Zukunft bestehen bleiben und auf seinen Ursprung in Hamburg zurückführen.«

»Destroyed Images – Zerstörte Bilder« ist das Thema der ersten Ausgabe des Festivals. Was genau können wir uns denn inhaltlich darunter vorstellen?

»Die Fragestellung des Festivals kommt daher, dass sich in vielen aktuellen künstlerischen Fotografiearbeiten zerstörte Bilder wiederfinden, also Bilder, die ihrem eigentlichen Konzept entnommen wurden und neu künstlerisch verarbeitet wurden. Ich sehe das begründet in der immensen Bilderproduktion und Bilderflut unserer Zeit. Die Bildarchive, die aktuell in den Social Media, aber auch auf unseren Festplatten und anderen Kontexten entstehen, sind riesig groß und zeigen eine Fülle von Quellen und Themen. Da ist eine künstlerische Auseinandersetzung nicht weit weg und auch sehr dringend.

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STILVORLAGEN 8 › Nicolas Bourquin von onlab

Auch in diesem Jahr präsentiert Affekt wieder die Vortragsreihe Stilvorlagen des Department Design der HAW Hamburg, die sich mit Design und Gesellschaft auseinandersetzt.

Die Stilvorlagen 8 gehen in die zweite Runde. Zu Gast ist  der Schweizer Nicolas Bourquin von dem in Berlin ansässigen Grafikbüro onlab, das sich vor allem durch vorzügliche Buchgestaltung einen Namen gemacht har. Wir sind große Fans und haben uns den Vortrag von Nicolas bei den Stilvorlagen vor drei Jahren bereits angesehen.

Nicolas Bourquin bei den Stilvorlagen 5, 2010

Nicolas Bourquin bei den Stilvorlagen 5, 2010

Onlab steht vor allem für innovatives Editorial Design, stellt sich aber zunehmend den Herausforderungen des Informationsdesigns. Transparenz und Anschaulichkeit schaffen Vertrauen und werden immer wichtiger in der Kommunikation von Unternehmen. Dieses Arbeitsfeld verlangt vom Designer ein interdisziplinäres Verständnis, das Qualität und Synthese von Informationen und deren Darstellung unmittelbar beeinflusst. Onlab verbindet die ästhetische Inszenierung komplexer Inhalte mit didaktischer Funktionalität und – das ist das Besondere – einladender Emotionalität.

Neben der Entwicklung der Visual Identity der schweizer Industriestadt Tramelan zählen das Redesign der italienischen Architekturzeitschrift »Domus«, Konzeption und Design des deutschen Beitrags zur Architektur Biennale in Venedig 2008 und die Entwicklung der Visual Identity für Soundcloud zu den Projekten von onlab.

Stilvorlagen 8 › Nicolas Bourquin von onlab
Donnerstag, 16. Mai 2013
Beginn: 19 Uhr
Eintritt: 2 bis 6 Euro (nach Ermessen)
HAW Hamburg / Department Design
Aula der Armgartstraße 24 / 22087 Hamburg

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