Affekt — Blog für Kultur und Relevantes - Part 7

»Ein anderes China – Another Reality« im Gängeviertel

via http://das-gaengeviertel.info

via http://das-gaengeviertel.info

Arbeiter sitzen auf abgebrochenen Mauerstücken von zehnstöckigen Gebäuden und schlagen mit Picken die Backsteine auseinander, inmitten der Schuttberge verkauft eine alte Frau Essen, auf dem verfärbten Fluss wird die Stadt in ihre Einzelteile zerteilt weggefahren. Traditionelle Peking-Opern und der Lärm der Presslufthammer mischen sich in dem Film zu einer ohrenbetäubenden Klangkulisse: Wie eine Ruinenlandschaft zeigt die Künstlerin Chen Qiulin die Rückkehr in ihre Heimatstadt, in der abgerissen und neu aufgebaut wird, was das Zeug hält.

Wie die anderen eingeladenen Künstler, die noch diese Woche in der Galerie Speckstrasse im Gängeviertel gezeigt werden, thematisiert sie das »neue China« im Bauboom, den Kontrollwahn der Regierung, die Dichte in den Städten, aber auch die Natur, die es zu bewahren gilt und die zwischenmenschlichen Beziehungen. Die Gemälde von Xie Bingxin wurden während der Residenz in Hamburg gemalt und beschäftigen sich mit den flüchtigen Meinungsäußerungen über das chinesische Twitter-Pendant Weibo und bieten einen Einblick in Themen, die es selten in westliche Medien schaffen.

Die Kuratorin Stephanie Fenner hat sich nach ihrem Aufenthalt in der chinesischen Galerie »A Thousand Plateaus Art Gallery« in Chengdu die bürokratisch schwierige Aufgabe gestellt, zwei chinesische Künstler nach Hamburg einzuladen, was ihr dank der Zusammenarbeit mit Dagmar Rauwald, der Hilfe des Gängeviertel e.V. und der Kulturbehörde Hamburgs geglückt ist. Die Künstler sind inzwischen wieder abgereist, zum Glück trifft man Stephanie aber immer in der Galerie an, die ihr Wissen über das Land, die gezeigte Kunst und den Entstehungsprozess der ganzen Ausstellung so interessant verpacken kann, dass man trotz Minusgraden gar nicht mehr gehen will.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 13. April 2013 (Finissage ab 19 Uhr) und lädt zur Langen Nacht der Museen am selben Abend zum Programm mit chinesischen Filmen und anschließender Diskussion ein. Geöffnet ist bis ca. 1 Uhr.

»Ein anderes China – Another Reality«
mit Arbeiten von Chen Jianjun, Chen Qiulin, Li Lang, Xie Bingxin
Kuratiert von Stephanie Fenner und Dagmar Rauwald
Galerie Speckstrasse (Speckstrasse 83-85, Hamburg)

Links
Infos zur Ausstellung
Gängeviertel
Galerie Speckstraße

{lang: 'de'}
Kommentare deaktiviert
∆

»Oblivion« – eine Rezension

© Universal

Manche sehen Tom Cruise schon länger gerne beim Rennen zu. Und läuft der »Run, TC, run!«-Modus erst einmal in den hinteren Hirnwindungen mit, lässt sich tatsächlich eine spezielle Schönheit in seiner Körperspannung erkennen, die von kompromissloser Zielstrebigkeit und einem unbeugsamen Willen erzählt. In »Oblivion« rennt TC wenig. Eine kurze Einstellung zeigt ihn in einem futuristisch minimalisierten Update des Hamsterrads; die bedeutungsvoll überhöhte Variante des eigentlich schon metapherschweren Bildes des Laufbands: Kompromisslose Zielstrebigkeit und unbeugsamer Wille als ewiger Loop.

TC heißt hier Jack, und in seiner Beziehung zu Victoria (Andrea Riseborough) zeigt die erste Hälfte von »Oblivion« das Dilemma des modernen Paares als High-Tech-Tretmühle. Die zwei sind das effektive Spitzenteam, das die Einsamkeit gemeinsam sucht und gefunden hat: Als Wartungseinheit für künstliche Intelligenzen auf einer entsiedelten, postapokalytischen Erde. Sie sind Menschen, die für Maschinen da sind. Jack ist der Techniker, der da raus muss, diese Maschinen repariert und lieber in seiner geheimen Hütte im Wald schon jetzt von einem richtigen Leben im falschen träumt, als dass er Sex mit seiner Frau hat. Vicoria ist die Einsatzleiterin, die drinnen bleibt, stets besorgt, voller Furcht die Welt da draußen über Touchscreens regulierend. Ein Paar, das Distanz und Nähe gegen ständige gegenseitige Überwachung eingetauscht hat. Wenn unser Working-class-Hero am Ende des Tages endlich nach Hause kommt, war er eigentlich nie richtig weg. Der Motor, der diese Hölle für zwei am Laufen hält, ist das gemeinsam erträumte Projekt vom Dritten. Für Jack und Vicoria ist es eine Zukunft auf einem entfernten Mond, wo sie endlich sie selbst werden dürfen.

Weiterlesen

{lang: 'de'}
Kommentare deaktiviert
∆

Lange Nacht der Museen 2013

© Museumsdienst/Mario Sturm

© Museumsdienst/Mario Sturm

Die Lange Nacht der Museen ist eine gute Gelegenheit, um sich lang aufgeschobene Ausstellungen anzugucken, sich mit einer Menge anderer Besucher durch die berühmten Häuser unserer Stadt zu schieben, Bier zu trinken, ungewöhnliche Auftritte in den Museen zu sehen oder auch sich im Shuttle Bus an die Zeiten zu erinnern, in denen in Hamburg die S- und U-Bahnen nachts noch nicht durchfuhren. Was die Lange Nacht der Museen aber so besonders macht, ist die Dichte der kleinen, unbekannten Museen, die Hamburg zu bieten hat. Einmal im Jahr tauchen sie im Programmheft der Langen Nacht und damit auf dem Radar der gemeinen Museumsbesucher auf und nutzen das Rampenlicht, um sich in vollem Glanz zu zeigen. Mit ihren Themenschwerpunkten, Sonderausstellungen und ausgefallenem Rahmenprogramm sind die manchmal etwas entlegenen Museen ohnehin einen Besuch wert, an diesem Abend sind sie zudem noch durch den Bus Shuttle miteinander verbunden.

Deshalb haben wir aus dem Programmheft der diesjährigen Langen Nacht der Museen, die am 13. April stattfindet, die vielversprechendsten Kuriositäten rausgesucht:

Das Deutsche Maler- und Lackierermuseum zeigt seine Ausstellung zu »Schablonierung als dekoratives Muster« und serviert dazu belegte Brötchen. Das Deutsche Zusatzstoffmuseum zeigt eine Ausstellung zu Genussmitteln wie Kaffee, Bier, Cola, Tee und selbstverständlich deren Zusatzstoffen, das Mineralogische Museum an der Uni hat den Weinexperten Laurenz Ott eingeladen, der Rotweinverkostungen anbietet und im eigentlich noch der Öffentlichkeit verschlossenen Polizeimuseum kann man sich alte und aktuelle Peterwagen anschauen.

Weiterlesen

{lang: 'de'}
1 Kommentar
∆

treib.gut – Plattform für Kultur und Kulinarik II

544473_553466741353329_1023922452_n

Was regionale Lebensmittel flankiert von Musik und Performances angeht, hat Hamburg mehr zu bieten als Frühschoppen auf dem Fischmarkt – zumindest seitdem es treib.gut gibt. Gemeinsam mit Anne-Kathrin Bohn und Ruxandra Wöltche hat Anna Wahdat die Plattform für Kultur und Kulinarik ins Leben gerufen, die kommendes Wochenende zum zweiten Mal stattfindet. Im Interview stellt sie das Projekt vor.

Anna, mit treib.gut habt ihr eine »Plattform für Kultur und Kulinarik« geschaffen. Das klingt nach unserem Geschmack – aber was genau kann man sich darunter vorstellen?

Das Geld haengt an den Baeumen»Eigentlich genau das: Wir wollen eine Plattform bilden, auf der sich feine kulinarische und kulturelle Güter aus Hamburg und dem Norden präsentieren können. Zum Beispiel werden bei unserer Veranstaltung am kommenden Wochenende kulinarische Produkte und Projekte meist junger, kleiner Manufakturen gezeigt, probiert und bestaunt, die Macher sind vor Ort und es wird sich informiert, vernetzt und ausgetauscht. Aber es soll immer auch Platz sein für künstlerische und musikalische Beiträge. Und künftig wollen wir auch eine Online-Plattform in Form eines Blogs einrichten, wo Produkte und Produzenten vorgestellt werden, und wo man sich virtuell tummeln und vernetzen kann.«

Weiterlesen

{lang: 'de'}
Kommentare deaktiviert
∆

Electronic Beats Festivals

eb festival header

Fünf Festivals in fünf Städten in fünf Ländern: Electronic Beats läutet die Festivalsaison schon im April ein und tourt in den nächsten Wochen mit umfangreichem Line-Up durch Europa. Mit dabei sind große Namen wie Lana del Rey, James Blake, Gonzales, Dizzee Rascal, Modeselektor und Hurts, aber auch einige unbekannte, von denen die Experten von Electronic Beats in den nächsten Jahren viel erwarten.

Bevor im Mai zwei Festivals in Deutschland und Österreich anstehen, geht es im April in Tschechien, der Slowakei und Polen los. Das mag für uns Hamburger erstmal nach langer Reise in den Wilden Osten klingen, ist aber vor allem von Berlin und Wien nur einen Katzensprung entfernt. Und um euch zu ermutigen, dieses Abenteuer anzutreten, verlosen wir zusammen mit unseren Freunden von Mit Vergnügen jeweils 2 Karten für die April-Festivals!

Electronic Beats Festivals im April 
13. April 2013 | Prag | Archa Theater | mit Lana del Rey, Karin Park, Roosevelt (ausverkauft, nur noch zu gewinnen!)
19. April 2013 | Bratislava | Refinery Gallery – Hurts, Agoria, Youthkills, James Pants (Tickets)
26. April 2013 | Posen | Międzynarodowe Targi Poznańskie sp. z o.o. | mit Dizzee Rascal, Modeselektor, A Trak, Hundreds (Tickets)

Electronic Beats Festivals im Mai
16. Mai 2013  | Köln | E-Werk | mit James Blake, Trust, Dan Deacon, Popnoname, Reptile Youth (Tickets)
29. Mai 2013  | Graz | Helmut List Halle | mit Gonzales, Mark Ronson vs Riton, SBTRKT DJ set, Rangeklods (Tickets)

Um zwei Karten für eins der Festivals in Prag, Bratislava oder Posen zu gewinnen, schickt eine Email mit dem Betreff »Electronic Beats«, ein paar netten Worten und eurer Wunschstadt an info(∆)affektblog.de. Teilnahmeschluss für Prag ist Freitag, 5. April um 15 Uhr, für Bratislava und Posen am 12. April um 15 Uhr. Die Gewinner werden ausgelost und von uns per Email benachrichtigt. Viel Glück!

Links
Electronic Beats
Electronic Beats Festivals
Die Festivals bei Facebook

{lang: 'de'}
Kommentare deaktiviert
∆

A Guy Named Arturo Pop-Up Store

Sophie van der Perre

Foto: Sophie van der Perre

A Guy Named Arturo Ab Freitag, den 5. April, ist der Amsterdamer Modedesigner A Guy Named Arturo zu Gast im Island. Dort präsentiert er in Form eines dreitägigen Pop-Up Stores seine Vintage-Kollektion aus Herren- und Unisexmode und ausgewählten Accessoires.

Hinzu kommt eine begleitende Ausstellung der belgischen Fotografin Sophie van der Perre, die Aufnahmen ausgewählter Stücke der Kollektion zeigt.

Die feierliche Eröffnung beginnt ab 20 Uhr unter musikalischer Leitung der Herren Sebastian Kokus und Thomas Korf im Rahmen der »Grand Opening Party«. Es darf das Tanzbein geschwungen werden!

A Guy Named Arturo

Foto: Sophie van der Perre

Info
»A Guy Named Arturo Pop-Up Store« im Island
Banksstraße 2a
20097 Hamburg

Grand Opening Party
Freitag, 5. April, 20 Uhr

Öffnungszeiten Pop-Up Store
Samstag und Sonntag ab 13 Uhr

Links
Veranstaltung auf Facebook
A Guy Named Arturo
Sophie van der Perre
Island

{lang: 'de'}
Kommentare deaktiviert
∆

Apparat auf Tour

apparat

Foto: Presse

Groß war die Vorfreude auf Sascha Rings alias Apparats Album »Krieg und Frieden (Music for Theatre)«, welches vergangenen Monat bei Mute erschienen ist und immer noch in Rotation wahlweise im Büro, auf den Kopfhörern oder abends bei einem guten Glas Asbach Uralt im Kreise der Lieben läuft. Und so erwischt man sich in jenen Momenten, wie man kurz abdriftet und vergnügt an die Tour im letzten Jahr denkt, als eben angesprochener Herr samt Kapelle, die Bühnen und uns beglückte. Ein Fest.

Nun können wir nicht an uns halten, sind gezwungen zwei Mal in die Hände zu klatschen und laut »GUT!« zu johlen, denn – wie es sich gehört – folgt auf das Album die Tour. Wir brechen die Zelte ab und schlagen sie vor den Vorkaufsstellen wieder auf, ergattern Tickets und haben nun einen weiteren Grund zur Vorfreude auf lauschige Sommernächte.

Nützliches Wissen aus der Presseinformation:

Apparat - Krieg Und Frieden… ein Album basierend auf der Scoreproduktion der Sebastian Hartmann-Inszenierung von Tolstois gleichnamigem Roman, die zuerst im Rahmen der Recklinghauser Ruhrfestpiele aufgeführt, und später im Leipziger Centraltheater fortgesetzt wurde.
Sebastian Hartmann, einer der großen Innovatoren des zeitgenössischen deutschen Theaters, lud Ring ein, sein annähernd sechs Stunden dauerndes Mammutprojekt zu unterstützen. Zunächst gar nicht als eigene Veröffentlichung gedacht, spielte Apparat schließlich auf Grundlage der erarbeiteten Musik mit seinen beiden Mitmusikern Philipp Timm (Violine) und Christoph Hartmann (Cello) doch ein Album ein. Das Stück selber wurde unlängst als eines der zehn wichtigsten Stücke des Jahres beim Deutschen Theatertreffen nominiert.

Die Livebesetzung orientiert sich an den Studioaufnahmen und wird noch um den Musiker Nackt, der bereits das Vorgängeralbum »The Devil’s Walk« co-produzierte, erweitert. Visuell wird die Musik dabei von der Berliner Videokunstgruppe Transforma mit ihrem Projekt »Asynthome« begleitet. Transforma haben schon frühe mit Apparat gearbeitet, sind aber vorallem bekannt für ihre Arbeit auf Festivals wie der Clubtransmediale oder ihren Kunstmusikfilm »Synken«.

Tour
1. Juni | Leipzig | Centraltheater
2. Juni | Leipzig | Centraltheater
3. Juni | Wien | Stadtsaal
4. Juni | Zürich | Kaufleuten
5. Juni | München | Volkstheater
18. Juni | Hamburg | Kampnagel
20. Juni | Köln | Willy Millowitsch Theater
7. Juli | Berlin | Foreign Affairs at Haus der Berliner Festspiele

Links
Apparat
Apparat auf Soundcloud

{lang: 'de'}
Kommentare deaktiviert
∆

Matmos »The Marriage of True Minds«

via facebook.com/matmosband

via facebook.com/matmosband

Wir verlosen 2x 2 Karten für das Konzert von Matmos am 25. März auf Kampnagel! Nach Arbeiten mit Björk und zuletzt Marina Abramovic, Robert Wilson und Willam Dafoe ist im Februar mit »The Marriage of True Minds« ein neues Matmos-Album erschienen, das  wie meistens auf recht experimentelle Weise entstanden ist. Nach Rückgriffen auf Biologie und Physik hat man sich nun parapsychologisch versucht:

Das neue Album »The Marriage of True Minds« ist durch Ganzfeld-Experimente entstanden, bei denen Probanden die Augen verbunden und Kopfhörer mit Rauschen aufgesetzt wurden. Den so in ihrer Wahrnehmung Gestörten übermittelte Matmos-Mitglied Drew Daniel das Konzept des neuen Albums telepathisch; aus den Reaktionen der Probanden entstand das wohl erste elektronische Album, das mit Stepptanz beginnt und mit Doom Metal aufhört. via

Auf dem Album finden sich neun Songs zwischen Techno, Latin Music und äthiopischen Jazz; neun Songs zwischen Kunst, Wissenschaft und Augenzwinkern. Auf Kampnagel werden Matmos in vierköpfiger Besetzung spielen.

Matmos »The Marriage of True Minds«
25. März 2013, 20 Uhr
Kampnagel (Jarrestraße 20, Hamburg)
Karten ab 14 Euro

Wer zwei Karten für das Konzert gewinnen möchte, schickt bis Sonntag, den 24. März, 16 Uhr eine Email mit dem Betreff »Matmos« und ein paar netten Worten an info(∆)affektblog.de. Die Gewinner werden ausgelost und rechtzeitig von uns per Email benachrichtigt. Viel Glück!

Links
Matmos
Kampnagel

{lang: 'de'}
Kommentare deaktiviert
∆

To Spoil Or Not To Spoil

Dieser Text enthält Spoiler zu »Star Wars – The Empire Strikes Back«, »Planet of the Apes«, »Game of Thrones« (1.Staffel), »The Usual Suspects«, »The Sixth Sense«, »Fight Club«, »Citizen Kane«, »Schuld und Sühne«, »Saw« und »Harry Potter and the Half-Blood Prince«.

»Planet Of The Apes«

»Planet of the Apes«

Wenn ich an Spoiler denke, schießt mir als Erstes eine Folge der »Simpsons« in den Sinn: Homer kommt aus einem Kino, im Hintergrund tönt die »Star Wars«-Fanfare, er geht an einer Schlange von wartenden Kinogästen vorbei und sagt ungefähr: »Was für ein Ende! Wer hätte gedacht, dass Darth Vader Luke Skywalkers Vater ist?« Und alles buht. Wir kennen das natürlich, dass uns ein Film versaut wird, weil wir schon im Vorfeld erfahren wie er endet. Dabei geht es meist um Plotdetails, die einen Twist betreffen: Dass der Planet der Affen eigentlich die Erde der Zukunft ist, dass der Erzähler und Tyler Durden eigentlich dieselbe Person sind, dass Dr. Malcolm Crowe eigentlich tot ist. Dinge also, die die bisherige Geschichte in einem anderen Licht dastehen lassen.

In der Regel weiß jeder, dass man sich nicht wie Homer Simpson verhalten darf und nicht am Kinoausgang das Ende der Geschichte heraus posaunen sollte. Das Kino selbst hat es uns schon lange gelehrt – in Clouzots »Les Diaboliques« von 1955, nur zum Beispiel, wird sich am Ende direkt ans Publikum gewandt: »Ne soyez pas DIABOLIQUES!« und »Ne leur racontez pas ce que vous avez vu.« – Seien sie nicht teuflisch! Sagen Sie ihren Freunden nicht, was Sie gesehen haben.

Weiterlesen

{lang: 'de'}
Kommentare deaktiviert
∆

Adam Green & Binki Shapiro

adam-binki

Schluss mit dem Lofi-Sound aus Moldy-Peaches-Tagen und endlich auch Schluss mit den ganzen Albernheiten, mit denen er vor zehn Jahren als Weirdo mit Wuschelkopf zahllose Teenie-Herzen schmelzen ließ: Eine kurze Ehe, Nacktfotos im Internet und eine Suchttherapie später war Adam Green beim Frisör und wirkt heute fast erwachsen. Zusammen mit Binki Shapiro, die er über deren damaligen Freund und Little-Joy-Bandkollegen, Strokes-Drummer Fabrizio Moretti, kennenlernte, hat Adam Green nun ein Album aufgenommen, das auch Nancy Sinatra und Lee Hazlewood gut zu Gesicht gestanden hätte. Auf dem Ende Januar erschienenen und selbstbetitelten Album finden sich gleichermaßen schmusige Balladen und beschwingtere Popnummern mit deutlichem Einschlag der späten 60er. Die Texte der zehn Songs, die die beiden größtenteils im Duett singen, drehen sich auf humorvolle bis zynische Weise – da bleibt Adam Green halt doch der alte – ums große Thema »romantische Dysfunktionalität«.

Seit ein paar Tagen sind Adam Green und Binki Shapiro wieder auf Europatour und spielen – beginnend Donnerstagabend in Hamburg  – auch eine Handvoll Konzerte in Deutschland.

Tour
21. März 2013 | Hamburg | Mojo Club
26. März 2013 | Berlin | Lido
28. März 2013 | A-Wien | Flex
31. März 2013 | CH-Zürich | Mascotte
2. April 2013 | München | Strom
4. März 2013 | Frankfurt/Main | Zoom
5. März 2013 | Köln | Gebäude 9

Links
Adam Green And Binki Shapiro
Gratis-Download der Single »Here I Am«

{lang: 'de'}
Kommentare deaktiviert
∆