
Anfang und Ende, Aufstieg und Fall, Euphorie und Melancholie – irgendwo dazwischen bewegt sich die Musik von PeterLicht; angetrieben von der Lust, große Texte zu schreiben und kleine Melodien zu spielen, Lieder zu singen, die zu neuen Ufern aufbrechen und alte Welten hinter sich lassen. Denn es sind besonders die Enden, die es PeterLicht, dem großen Unbekannten der deutschen Popmusik, angetan haben. Er, das Phantom, das Fotos und biographische Angaben zu seiner Person tunlichst vermeidet, hat nach seinem Album »Lieder vom Ende des Kapitalismus« (2006) nun, im Herbst 2011, mit »Das Ende der Beschwerde« einen weiteren musikalischen Abgesang veröffentlicht – wenngleich mit deutlich optimistischeren Aussichten als noch für fünf Jahren.
Das liegt wohl kaum daran, dass der Kapitalismus inzwischen sein Ende gefunden hat (im Gegenteil: er erreicht gerade einen seiner historischen Höhepunkte) oder dass es an öffentlichen wie privaten Beschwerden fehlte; es liegt wohl eher an PeterLicht selbst. Mag man von seinem neuen Album halten, was man will (vielleicht auch nur wenig, wie der Verfasser dieser Zeilen), eines kann man PeterLicht doch nicht vorwerfen: Langeweile. Schließlich ist sein neuestes Werk, das zwölf neue Songs enthält, wieder völlig anders als die vorherigen Alben.

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