Reeperbahn Festival 2012

Alle Jahre wieder, wenn die ersten Blätter fallen und man wehmütig an den vergangenen Festivalsommer und fröstelnd an den vor einem liegenden Winter denkt, kommt Ende September noch ein Knaller um die Ecke. Schneller als man denkt ist es wieder Zeit für das Reeperbahn Festival: das einzige Wochenende im Jahr, an dem Tausende von Musikliebhabern in Lederjacke und Parka das sonst aus johlenden Junggesell(inn)enabschieden und gaffend schleichenden Reisebustouristen bestehende Kiezpublikum auf- und wir uns gern darunter mischen.

Das Line-Up ist erst seit kurzem komplett, und nachdem wir mit unserem Eintrag in das Poesiealbum des Reeperbahn Festivals den angereisten Festivalbesuchern bereits unsere Lieblingsorte in Hamburg ans Herz gelegt haben, wollen wir hier nochmal unsere musikalischen Empfehlungen loswerden – day by day.

Wir starten am Donnerstag um 18:30 mit dem Norweger Einar Stray ins Festivalwochenende, der die östliche der beiden Bühnen auf dem Spielbudenplatz mit orchestralem Sound und zuckersüßen Melodien bespielen wird. Zwischenstopp im Docks bei Gerard aus Wien, bevor es vor die Westbühne geht, und zwar: erste Reihe. Jonathan Boulet – wir äußerten vor zweieinhalb Jahren hier Genieverdacht – hat sich endlich getraut, seine Heimat Australien zu verlassen und hat es bis nach Hamburg geschafft. Yes!

Wer Glück hat, passt danach noch ins Docks, wenn Blurs Graham Coxon aus seinem neuen Album spielt. Wer kein Glück hat, kann die Zeit nutzen, um sich zum Beispiel Fraktus im Ue&G anzuschauen.

Der Freitag beginnt mit der Höchsten Eisenbahn im Imperial Theater (beste Festivallocation!), der neuen Allstar-Band aus dem Haus Tapete Records. Danach kann man nochmal Jonathan Boulet ansehen und warum eigentlich auch nicht – so schnell kommt der bestimmt nicht wieder. Ab halb elf wieder Gedränge und Geschubse, und das aus gutem Grund: Best Coast im Grünspan darf man auf gar keinen Fall verpassen! Davor und danach haben wir Zeit, uns mal das Arts Programm des Reeperbahn Festivals anzusehen. Das kann nämlich auch was, zum Beispiel die fast schon traditionelle Flatstock Poster Convention.

Samstag wird hart. The Wave Pictures oder Wedding Present? Oder weder noch und einfach zu Bessere Zeiten in die Hanseplatte? Ebenfalls gut anschauen kann man sich Francois & The Atlas Mountains im Knust und einfach da bleiben, bis Islands spielen. Nach Hause gehen wir auf jeden Fall erst nach Olli Schulz.

Wir freuen uns über eure Festival-Highlights und Empfehlungen in den Kommentaren!

Info
Reeperbahn Festival
20.-22. September 2012
3 Tage ab 65,- Euro, 2 Tage ab 48,- Euro, Tagesticket ab 32,- Euro (alles VVK ohne Gebühr)

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