
© Samuel Aranda/Corbis/The New York Times
Jedes Jahr kürt die World Press Photo Foundation das Pressefoto des Jahres und schickt im Anschluss ausgewählte Bilder in einer Wanderausstellung um die Welt. Derzeit macht die Ausstellung Halt in Hamburg (Deutschlandpremiere!), wo bis Anfang Juni die rund 150 Fotos (gratis!) im Foyer des Gruner+Jahr-Pressehauses besehen werden können. Danach zieht sie weiter ins Willy-Brandt-Haus nach Berlin.
Insgesamt wurden 57 Fotografen aus 27 Ländern in neun Kategorien für ihre Fotoberichterstattung ausgezeichnet. Den Award für das beste Foto bekam aber nur einer: Der spanische Fotograf Samuel Aranda. Aus über 100.000 Bildern wählte die Jury sein Bild aus, das eine verschleierte Jemenitin zeigt, die ein verletztes Familienmitglied im Arm hält. Das Bild entstand während einer Demonstration gegen den jemenitischen Präsidenten in einer Moschee der Hauptstadt Sanaa.
Zur Begründung der Jury sagte der Vorsitzende, Aidan Sullivan: »Vielleicht werden wir nie erfahren, wer diese Frau ist, die einen verletzten Verwandten in ihren Armen wiegt. Aber die beiden sind ein lebendiges Bild vom Mut einfacher Menschen. Sie halfen, ein wichtiges Kapitel in der Geschichte des Mittleren Ostens zu schreiben.« (G+J)
Info
World Press Photo 2012
4. Mai bis 3. Juni 2012
Gruner+Jahr Pressehaus (Am Baumwall 11, Hamburg)
Geöffnet täglich von 10 bis 18 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr
Eintritt frei
7. bis 30. Juni 2012
Willy-Brandt-Haus (Wilhelmstr. 140, Berlin)
Geöffnet Dienstag bis Sonntag, 12 bis 18 Uhr
Eintritt frei
Link
World Press Photo

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