Viele Menschen leiden unter einer sogenannten Schlafapnoe und wissen es gar nicht. Dies kann gefährlich sein, denn eine Apnoe bedeutet eine Verengung der oberen Luftwege. Die Lunge kann bei einer solchen Störung nicht mehr die ausreichende Menge an Atemluft über die Verengung ansaugen und dem Körper fällt es schwer, zu atmen. Wer unter einer solchen Störung leidet, ist sich dessen nicht bewusst, denn er schläft ja seiner Meinung nach tief und fest. Meist sind es die Partnerin oder der Partner auf der anderen Bettseite, die diese Atemaussetzer mitbekommen.

Wie reagiert das Gehirn bei einer Schlafapnoe?

Atmen ist ein Reflex, für den das Gehirn nicht aktiv werden muss. Durch die Verengung der Atemwege, die das Atmen erschweren, gerät das Gehirn aber in Alarmzustand. Es sieht in den Aussetzern der Atmung einen Weckreiz und sendet Signale an den Körper aus. Dies wiederum macht den Schlaf sehr unruhig und wenig erholsam. Die so wichtigen Phasen des Tiefschlafs nehmen kontinuierlich ab und sind irgendwann überhaupt nicht mehr vorhanden. Diejenigen, die unter einer anhaltenden Schlafstörung leiden, wachen am Morgen unausgeschlafen auf, sie sind unkonzentriert, reizbar und haben letztendlich auch Probleme, in den Schlaf zu kommen. Eine solche Störung kann sich zu einem Teufelskreis entwickeln, daher ist eine Schlafapnoe Therapie unbedingt notwendig. Schlafapnoe heilen – ist das überhaupt möglich?

Leichter atmen mit der Schlafapnoe Therapie

Wie sieht eine Schlafapnoe Therapie aus? Möglich wäre eine Überstreckung des Kopfes, was für eine bessere und leichtere Atmung sorgt. Menschen, die unter einer anatomisch bedingten Verengung der oberen Atemwege leiden, nehmen fast schon automatisch diese Kopfstellung ein, manchmal sogar unbewusst. Indem sie den Kopf instinktiv überstrecken, können sie deutlich besser Luft holen, befreiter atmen und natürlich nimmt die Schlafqualität ebenfalls spürbar zu. Allerdings kann eine so herbeigeführte bessere Atmung und Versorgung mit Sauerstoff an anderen Stellen im Körper für Probleme sorgen. Eine dauerhafte Fehlstellung, die eine Überstreckung des Kopfs nun einmal ist, führt früher oder später zu Schmerzen im Nacken- und Halsbereich, zu Kopfschmerzen oder zu Migräne, zu Verspannungen der Muskeln und schließlich zu einer dauerhaften Fehlstellung des gesamten Bewegungsapparates.

Schlafen mit Maske

Die Verengung der oberen Luftwege auf operativen Weg zu beheben, ist eine andere Schlafapnoe Therapie, aber nicht jeder kann sich damit anfreunden. Viele, die unter einer Schlafapnoe leiden, entscheiden sich für eine Maske, die während der Nacht getragen werden muss. Mithilfe dieser Schlafapnoe Therapie wird der Schlaf endlich wieder ruhig und so erholsam, wie er sein sollte. Die Angst vor dem Aussetzen der Atmung ist nicht mehr so schlimm, zudem ist eine Überstreckung des Kopfes nicht mehr notwendig, um freier atmen zu können. Allerdings gibt es auch hier Nachteile, die den Betroffenen zu schaffen machen: Heuschnupfen sowie Erkältungen können das Tragen der Maske zur Qual machen.

Fazit

Schlechter Schlaf macht auf Dauer krank und wer während der Nacht unter Atemaussetzern leidet, hat langfristig einen schlechten Schlaf. Steht die Diagnose Schlafapnoe fest, dann ist es eine gute Entscheidung, über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Therapie nachzudenken. Die einen kommen mit einer Schlafmaske gut zurecht, andere entscheiden sich für den operativen Eingriff, um wieder tief, ruhig und vor allem gefahrlos schlafen zu können.

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