Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation gibt es allein in Deutschland über vier Millionen Menschen, die sich mit einer Angststörung zurechtfinden müssen. Diese psychische Beeinträchtigung steht damit auf der Skala gleich hinter der Depression. Es gibt natürlich eine Vielzahl von Pillen und Dragees zur Behandlung, die auch tatsächlich gut helfen können. Allerdings muss man mitunter mit beträchtlichen Nebenwirkungen rechnen. Viele setzen deshalb mittlerweile auf CBD (Cannabidiol), um einen natürlichen Heilungsprozess in Gang zu setzen. Doch wie sieht es mit der Eignung auf diesem Gebiet aus?

CBD als Heilmittel gegen Angst

Cannabidiol ist ein Phytocannabinoid und wirkt auf das Endocannabinoid-System im menschlichen Körper. Dort werden verschiedene Rezeptoren beeinflusst:

  • – CB1-Rezeptor und CB2-Rezeptor
  • – Glycinrezeptoren
  • – Vanilloidrezeptoren
  • – 5-HT1A-Rezeptoren

Vor allem die Auswirkungen auf den 5-HT1A-Rezeptor bedürfen näherer Betrachtung, wenn es um die Behandlung von Angst geht. Dieser befindet sich im Rückenmark und Gehirn und bewirkt Verschiedenes in unserem Körper, so regelt er zum Beispiel die Lernvorgängen und die Körpertemperatur. Daran angebunden werden auch die selektiven Serotonin-Wiederaufnahmeinhibitoren und Phytocannabinoid. Dies könnte die Ursache dafür sein, dass das Angstempfinden durch CBD herabgesenkt wird.

Ebenso bedeutungsvoll ist, dass CBD die Adenosin-Signalgebung in Höhe treibt. Adenosin hat seine Bekanntheit durch seine blockierende Einflussnahme auf Neurotransmitter wie Noradrenalin, Dopamin und Acetylcholin erlangt. Diese wirken allesamt aktivierend und können den Körper in Stress versetzen und letztendlich auch Panikreaktionen hervorrufen.

Studien zum Einsatz von CBD bei Angst

Am Forschungsbeginn drehte sich alles um THC, einen Stoff der ebenfalls aus der Hanfpflanze gewonnen wird, der aber psychoaktiv wirkt. Lange Zeit wurde das nicht-psychoaktive CBD dagege unterschätzt. Zu Unrecht, denn nach heutigem Wissen ist sein Wirkungsspektrum noch wesentlich breiter.

Wenn die Forschung in diesem Bereich auch noch in den Kinderschuhen steckt, so gibt es nach aktuellem Erkenntinsstand doch einige aussagekräftige Studien zum Einsatz von CBD bei Angstreaktionen.

2011 wurden in Brasilien Humanstudien zum Thema angstlösende Effekte von CBD durchgeführt. Hierfür wurden die Probanden in zwei Gruppen aufgeteilt. Alle litten unter einer generalisierten Angststörung. Eine Gruppe erhielt 400 Milligramm CBD, während die andere ein Placebo verabreicht bekam. Im Anschluss wurde das Vorgehen umgekehrt. Die Ergebnisse der Studie ließen erkennen, dass die Angststörungen der Untersuchungsgruppe, die tatsächlich CBD erhielten, deutlich geringere Ausprägung zeigten. Die Forscher gingen davon aus, dass dies an den Auswirkungen auf den paralimbischen und limbischen Bereich im Gehirn lag.

In Brasilien wurde ebenfalls Menschen, die in der Öffentlichkeit Reden halten mussten und mit Angst und Nervosität zu kämpfen hatten, CBD verabreicht. Es konnte festgestellt werden, dass diese sehr viel gelassener und angstfreier an ihre Aufgabe herangehen konnten.

Eine weitere interessante Studie gab es auch 2014 an der Vanderbilt University. Hier konnten anhand von Versuchen mit Mäusen Cannabinoid-Rezeptoren in der Amygdala gefunden werden. Die Amygdala ist der Teil des limbischen Gehirnbereichs, der für Angst- und Fluchtreaktionen verantwortlich ist. Wenn also Cannabinoid, das an diese Rezeptoren andockt, von außen zugeführt wird, könnte ein angstlösender Effekt entstehen.

Ebenfalls in Tierversuchen wurde die Aktivierung des 5-HT1A-Rezeptors durch CBD entdeckt und so, die oben bereits beschriebene, stärkere Serotonin-Signalisierung. Die Forscher gingen hier davon aus, dass CBD bald so eingesetzt werden könnte, wie ein Antidepressivum

Diese Erfahrungen machen Anwender mit CBD-Öl bei Angst

In den Erfahrungsberichten von Menschen mit Angststörungen, erfährt man oft, dass diese mit beträchtlichen Nebenwirkungen ihrer Medikamente zu kämpfen haben. Deshalb sind immer mehr auf der Suche nach pflanzlichen Alternativen. Besonders CBD-Öl wird mittlerweile von vielen empfohlen, da immer mehr bereits positive Erfahrungen damit gemacht haben.

Viele Anwender gaben an, dass sie sich nach der Einnahme von CBD-Öl wesentlich ruhiger und entspannter gefühlt hätten. Auch die Angst- und Panikzustände wären deutlich besser geworden. Dies mag vor allem daran liegen, dass mit CBD weniger Stresshormone ausgeschüttet werden und mehr Serotonin produziert wird, welches ja auch als Glückshormon bezeichnet wird.

Fazit zu CBD gegen Ängste

Es bleibt jedoch zu sagen, dass es nicht zu empfehlen ist, einfach alle herkömmlichen Medikamente gegen die Angststörung abzusetzen und stattdessen nur noch CBD zu konsumieren. Bedenke, dass CBD kein Arzneimittel ist, sondern ein Nahrungsergänzungsmittel. Zudem können auch Wechselwirkungen mit Pharmazeutika auftreten. Es ist also sinnvoll, vorher mit einem Mediziner zu sprechen. Danach solltest du zunächst ergänzend zu deinen konventionellen Tabletten CBD einnehmen. Viele Konsumenten berichteten davon, dass sie mit der Zeit ihre Medikamente gegen Angststörungen reduzieren konnten und durch CBD-Öl ersetzen konnten.

Farrah
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