Jeder Mensch kennt Emotionen und Gefühle, aber nicht jeder weiß, wo der Unterschied liegt. Wie wirken Emotionen und Gefühle aufeinander und was bedeutet das für das Gefühlsleben eines Menschen? Am einfachsten lässt sich der Unterschied zwischen Emotionen und Gefühlen am Beispiel eines Eisbergs erklären. Bei diesem Eisberg sind die Emotionen das, was unter der Wasseroberfläche ist, sie liegen im Unterbewusstsein. Die Gefühle hingegen sind der sichtbare Teil des Eisbergs, sie sind im Bewusstsein.

Die Basis

Bei allen Emotionen handelt es sich um sogenannte Basisemotionen, dazu gehören Trauer und Ekel ebenso wie Ärger, Freude, Angst oder Überraschung. Sie sind Urinstinkte und lassen sich nicht einfach unterdrücken. Emotionen kommen immer effektartig zum Vorschein. Sie sind an körperliche, aber vor allem an mentale Prozesse gebunden und sorgen für alle Handlungen, die Menschen ausführen. An den Emotionen lässt sich verhältnismäßig schnell erkennen, ob es jemand ehrlich meint, oder ob er nur etwas vorspielt. Über die Mimik lassen sich echte von falschen Emotionen leicht erkennen. Im Unterschied zu Gefühlen lassen sich Emotionen äußerst schwer steuern. Vereinfacht gesagt liegt der Unterschied zwischen Emotionen und Gefühlen darin, dass Emotionen durch einen äußeren Reiz entstehen. Die Gefühle hingegen sind die Reaktion des Körpers, die er verarbeiten muss.

Was genau sind Gefühle?

Nur alle Emotionen, die in die Hirnrinde gelangen, kann der Mensch als ein bewusstes Gefühl wahrnehmen. Gefühle sind spontane Regungen, wie Atmen, Gehen oder Weinen. Daher kann der Mensch sie auch nur insofern beeinflussen, wie er seinen Atem oder seinen Gang beeinflussen kann. Wir atmen unwillkürlich und genauso verhält es sich mit den Gefühlen. Anders als Emotionen sind Gefühle immer da, mal stark und mal schwächer, mal präsent und mal eher unscheinbar. Aber welche Aufgaben haben Emotionen und Gefühlen? Mit den Gefühlen schafft der Mensch seine Erinnerungen, die er anschließend als Erfahrungen abspeichert. Die Gefühle helfen, die Erfahrungen richtig zu bewerten, und das macht es überhaupt erst möglich, die Beziehungen zu anderen zu regulieren. Es sind die Gefühle, die dabei behilflich sind, Entscheidungen zu treffen.

Lassen sich Emotionen steuern?

Lassen sich Emotionen und Gefühle steuern? Bei den Emotionen funktioniert das, aber es erfordert ein wenig Arbeit. Dazu muss der Mensch zunächst als Erstes lernen, seine Gefühle richtig zu verstehen. Das kann durch positives Denken oder durch positive Empfindungen gelingen. Wichtiger ist es, die Emotionen zu verändern, denn nur dann verändern sich in der Folge auch die Gefühle. Ganz ohne Gefühle zu leben, ist praktisch unmöglich, selbst Menschen, die als „gefühllos“ gelten, haben Emotionen und Gefühle. Aber sie verstehen es besonders gut, ihre Emotionen zu steuern und ihre wahren Gefühle zu verbergen.

Fazit

95 Prozent dessen, was als Emotionen bekannt sind, liegt tief im Unterbewusstsein eines jeden Menschen im sogenannten limbischen System. Diese Emotionen sind in den Genen verankert, die Menschheit trägt sie seit Millionen von Jahren in sich. Die Gefühle machen nur fünf Prozent aus, mit ihnen bekommen die Emotionen praktisch ein Gesicht. Die größere Rolle spielen allerdings die Emotionen, die Gefühle sind nur die Ausdrucksform. Das Unterbewusstsein ist bisher kaum erforscht worden, vielleicht weil es so schwer ist, dorthin zu gelangen.

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