Die E-Zigarette hat sich innerhalb weniger Jahre im Mainstream etabliert. Doch die Berichterstattung ist noch immer verwirrend und größtenteils von handfesten Lobbyinteressen geprägt. Hier sind die wichtigsten Fakten.

Auf der einen Seite tummeln sich die Liebhaber und Befürworter der E-Zigarette, die sie nicht nur als Lifestyle-Accessoire sehen, sondern auch als wertvolle Hilfe beim Versuch, das Rauchen aufzugeben. Auf der anderen Seite stehen die Tabaklobby, die um ihre Einnahmen fürchtet, und Gesundheitsapostel, die bei allem Neuen erst einmal ausgiebig vor den Gefahren warnen. Hier sind einige der wichtigsten und spannendsten Fakten rund um die E-Zigarette, die mit einigen Vorurteilen aufräumen:

  1. Dampfen hat nichts mit Rauchen zu tun. Beim Rauchen werden die getrockneten Blätter der Tabakpflanze verbrannt. Durch den Verbrennungsprozess werden zahlreiche giftige und zum Teil auch süchtig machende Stoffe freigesetzt. Diese schaden der rauchenden Person selbst und auch Umstehenden (Stichwort Passivrauchen). Beim Dampfen wird lediglich das Liquid erhitzt und verdampft, wobei nachweisbar erheblich weniger Schadstoffe freigesetzt werden.
  2. Dampfen schadet der Gesundheit kaum. Mittlerweile ist die E-Zigarette lange genug auf dem Markt, um entsprechende Langzeitstudien auszuwerten. Diese belegen, dass die E-Zigarette bis zu 95 % weniger gesundheitsgefährdend ist als die klassische Tabakzigarette.
  3. 65 % der Dampfer sind Ex-Raucher. 32 % der Dampfer rauchen zusätzlich auch Tabakprodukte. Die Zahl der Neueinsteiger ist verschwindend gering. Von der E-Zigarette als Gateway Drug kann also keine Rede sein.
  4. Die in der EU erhältlichen Liquids sind sicher. Dafür sorgt u. a. die Tobacco Products Directive 2 (TPD2) der EU. Vorfälle wie in den USA, wo Dampfer durch das Inhalieren verunreinigter Liquids vom Schwarzmarkt schwer erkrankten oder sogar starben, sind damit ausgeschlossen, solange die Liquids aus legalen Quellen innerhalb der EU erworben werden.
  5. E-Zigaretten können nicht explodieren. Allerdings können Akkus – unter bestimmten Voraussetzungen – explodieren, wie sie auch in zahlreichen anderen Geräten vom Laptop bis zum Elektrorasierer stecken. Bei billigen E-Zigaretten aus dubiosen Quellen von außerhalb der EU kann an den erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen gespart werden, die eine Explosion auslösen können. Darum gilt auch hier: Wer legale Geräte auf offiziellem Weg kauft, hat nichts zu befürchten.
  6. E-Zigaretten sind unkompliziert. Zwar hat sich schnell eine enthusiastische Community rund um die E-Zigarette entwickelt und ihren eigenen – für Outsider unverständlichen Jargon – geschaffen. Doch die Verwendung von E-Zigaretten ist prinzipiell sehr einfach und die Inbetriebnahme dauert nicht länger als das Anzünden einer Zigarette.

Selbstverständlich ist es für Nichtraucher gesünder, erst gar nicht mit der E-Zigarette anzufangen. Doch für Raucher, die nicht von ihrer Sucht loskommen können oder wollen, ist eine moderne E-Zigarette zweifellos noch immer die mit Abstand bessere Wahl als die klassische Tabakzigarette mit ihren hunderten Giftstoffen.

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Farrah