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Leonard Cohen »Old Ideas«

Leonard Cohen ist ein vielbeschäftigter Mann, und das nicht nur für seine stolzen 77 Jahre. Erscheinen nicht gerade neue Aufnahmen des alten Ladies’ Man, dann vermutlich ein Roman aus seiner Feder oder er widmet sich derzeit den bildenden Künsten. Vielleicht ist er auch mal wieder auf Welttournee – die trotz utopischer Ticketpreise und Hallengröße natürlich bis auf den letzten Platz ausverkauft ist.

Trotz der Leonard-Cohen-Flut in Buch- und Plattenläden sind seit dem letzten Studioalbum dennoch unglaubliche acht Jahre vergangen: »Dear Heather« erschien 2004. Ende Januar wird nun endlich mit »Old Ideas« nachgelegt, Cohens Studioalbum Nummer 12, das zehn neue Songs versammelt, an denen er jedoch – der Titel sagt es – teilweise schon Jahre gearbeitet hat.
Bevor »Old Ideas« am 27. Januar erscheint, kann man die neuen Lieder schon vorab im Channel unserer Freunde von tape.tv hören.

Links
Leonard Cohen
»Old Ideas«
tape.tv

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In einer gut sortierten Buchhandlung wird es stets mindestens einen Regalboden voller manchmal schriller, manchmal schlichter Bücher zum Thema Inneneinrichtung geben. Zwischen »Inspiration Weiß« und »Shabby Chic« finden sich in dieser Abteilung auch Bücher über Bücher – meist darüber, wie man Bücher verstauen kann oder besser noch, wie das sogenannte »Büchermenschen« tun.

Vorbeugend eins: Diese Bücher haben ihre absolute Daseinsberechtigung, aber fraglos fühle ich mich von ihnen emotional irgendwie angefasst, denn in der Regel sind sie sehr schrecklich. Ich möchte sie auf eine Stufe mit den Begriffen »Leseratte« und »Bücherwurm« stellen, und damit weit, weit weg von mir. Ich bin einfach nur jemand der Bücher ziemlich gut findet.

Zurück zur wesentlichen Thematik. Schon die Titelwahl erinnert manchmal eher an Anleitungen zur Selbsthilfe und an einschlägige Ratgeberliteratur: »Mit Büchern leben« und »Wie wir mit Büchern leben« zum Beispiel. Und ja, da sind durchaus sehenswerte Beispiele zu entdecken – man überzeuge sich selbst in der Buchhandlung des Vertrauens – doch ich kenne gar niemanden, dem so zu wirklicher Inspiration verholfen wurde. Dabei war das meine leise Hoffnung, denn ich brauche dringend ein neues Buchregal. Ehrlicherweise benötige ich überhaupt eins. Oder etwas in der Art, weil genau darum geht es ja. Regale gibt es wie Sand am Meer. Man kann sie kaufen, aufbauen, aufbauen lassen, beides nicht, selbst entwerfen, nie realisieren und dann am Ende alles sehr anstrengend finden.

Das formschöne Regal von Moebel Horzon. Hier präsentiert von Christian Kracht. Foto. modocom.de

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Citizens! live

Nach Delphic, Two Door Cinema Club und Is Tropical kommt hier der jüngste Hype des französischen Labels Kitsuné: Citizens! – mit Ausrufezeichen. Wie so oft sind das fünf hippe Boys aus London, ausgestattet mit Tolle und/oder Schnurrbart, Skinny Jeans und Schnürschuhen. Gar nicht langweilig hingegen ist die Musik der fünf Burschen, vorangestellt die aktuelle Single »True Romance«.

Composed by Martyn, Thom, Mike, Lawrence and Tom, Citizens! is a call to arms, a statement, a mark in the sand. Their bold statement is that they reclaim pop cause »Pop is not a dirty word. It’s a holy one.« (Mike)
The melodious vocals and the catchy music are the ingredients of good pop. They treated recording like a game, an experiment. They thought that a band needed to come along with the guts to make imaginative pop music, but to do it with soul and integrity. They asked questions that other bands weren’t asking, and mixed elements they hadn’t heard mixed before. Most importantly they wouldn’t allow themselves to mimic any particular moment from decades past.

Während Citizens! hauptsächlich in der Heimat London unterwegs sind, haben am Wochenende erstmals auch deutsche und österreichische Hauptstädter die Gelegenheit zum Konzertbesuch:

Tour
20. Januar 2012 | Berlin | Magnet Club | Introducing mit Age of Consent, Ter Haar
21. Januar 2012 | Wien | Arena | FM4 Geburtstagsfest mit Nada Surf, Kettcar, Kaizers Orchestra uvm.

Links
Citizens!
Kitsuné
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Luke wer?

von Lili Hartwig

Neulich habe ich mit einer Gruppe von Freunden eine Art Charade gespielt. Dabei kam heraus, dass eine meiner ältesten Freundinnen noch nie Star Wars gesehen hat. Nicht nur das – sie wusste weder wer Darth Vader ist, noch kannte sie die Bedeutung des Satzes »Luke, ich bin dein Vater.«

Aber ich war weniger vom Nicht-Gesehen-Haben der Filme überrascht. Vielmehr war es für mich eigentlich unvorstellbar, dass sie es trotz eines nicht unerheblichen Medienkonsums geschafft hatte, den wohl kleinsten gemeinsamen Nenner der Populärkultur zu umgehen. Denn Star Wars ist Teil unseres geteilten Kulturguts: Luke Skywalker ist die moderne Inkarnation des klassischen Helden, Darth Vader der sinnbildlichen Bösewicht und Chewbacca der beste Sidekick ever. Wie schon aus den Märchen und Sagen zuvor (und was wäre Star Wars wenn nicht das) bedienen wir uns aus dem Fundus der populären Kultur, um die Welt besser verstehen zu können und um gemeinschaftliche Beziehungen auszuhandeln.

Unglücklicherweise gibt es zwischen Han Solo und Robin Hood einen bemerkenswerten Unterschied – die Crew des Millennium-Falken gehört einer einflussreichen Firma in Südkalifornien, die immer ein Auge darauf hat, was wir mit ihrem Eigentum gerade anstellen. Aber das war zum Glück immer schon vielseitig und lebhaft.

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Ghost of Tom Joad sagen »Adieu«

Wir sind traurig, denn Ghost of Tom Joad lösen sich auf. Abschließend gibt es aber noch dreimal die Möglichkeit, die Herren aus Münster live zu erleben. Wir empfehlen, schnell Tickets zu sichern!

Mit einem Zitat einer großen skandinavischen Kappelle möchten wir uns verabschieden: Thank you for the music!

Termine
8. April 2012  | Hamburg |  Hafenklang
21. April 2012 | Berlin | Comet
22. April 2012 | Münster  | Gleis 22

Link
Ghost of Tom Joad

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Die Berliner Fashion Week steht vor der Tür und Bodi Bill spielen im Rahmen von Windows Phone FM Live im Tape Club. Das Ganze ist eine exklusive Angelegenheit, denn Tickets gibt es nicht. Umso mehr freuen wir uns 2x 2 Gästelistenplätze verlosen zu dürfen.

Bodi Bill verbinden die Produktion von Musik gezielt mit ihrer glamourösen Liveumsetzung. Beides funktioniert bei der deutschen Art-School Band als Symbiose und somit als mutimediales Erlebnis für das Publikum. Visuals und Interaktion spielen bei Bodi Bill eine große Rolle. Zu ihrer unkonventionellen und interdisziplinären Heransgehensweise passt perfekt der Liveauftritt des amerikanischen Musiker Thavius Beck. In seiner Funktion als Windows Phone Sound Ambassador wird er eine Liveperformance zum Besten geben, die seines Gleichen sucht. Dabei benutzt Thavius die Dj Sample App von Windows Phone. Der als Wunderkind bezeichnete Beck gehört zu den vielseitigsten und innovativsten Produzenten aus Los Angeles und sein Stil ist unverkennbar.

WindowsPhone.FM Live mit Bodi Bill & Thavius Beck
21. Januar 2012
Tape Club, Heidestraße 14, 10557 Berlin
Beginn: 23:00 Uhr (Einlass: 22:00 Uhr)
ENTRY VIA GUEST LIST ONLY!

Wer gewinnen möchte, der schreibt uns bis zum 19. Januar eine charmante Email mit dem Betreff »Bodi Bill« und seinem Namen an info(∆)affektblog.de. Die Gewinner werden per Email informiert. Wir drücken die Daumen!

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The Shins »Port Of Morrow«

Ganze vier Jahre ist es her, dass die Shins mit »Wincing The Night Away« in Form einer Langspielplatte von sich hören ließen – viel zu lang, wenn man uns fragt. Grad erst befeuerte unsere früh- (oder vielmehr: recht-)zeitige Auseinandersetzug mit der diesjährigen Festivalsaison die Diskussion um das Verbleiben der Fünf. Unser Tipp »nachwuchsbedingte Auszeit« war wohl falsch, zumindest aber überholt, denn offenbar verbrachte man die letzten Monate im Studio.

Auf der Seite der Band wird das neue Album mit dem Titel »Port Of Morrow« für den 20. März angekündigt, die dazugehörige Single »Simple Song« – wie gewohnt gleichermaßen beschwingter wie melancholischer Indie-Pop – ist ab dem 10. Januar erhältlich und kann bereits im Stream gehört werden. Ebenfalls ab dem 10. Januar kann auch das Album – ob als CD, auf Vinyl oder digital – vorbestellt werden, in diesem Fall gibt’s den »Simple Song« gratis dazu.

Und wie es so oft ist, werden auf die neue Platte auch ein paar Live-Termine folgen. Wie eingangs erwähnt: Wir hätten da auch schon einen Vorschlag..

Links
The Shins
»Simple Song«

Nachtrag
Die Karten für das (bislang) einzige Deutschlandkonzert am 28. März im Berliner Kesselhaus sind jetzt im VVK erhältlich!

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© Friedrich Seidenstücker: Die Zwillinge / Berlinische Galerie

Zugegeben, wir sind spät dran. Bereits seit Anfang Oktober zeigt die Berlinische Galerie in einer Retrospektive die äußerst humorvollen Tier- und Alltagsaufnahmen des Berliner Fotografen Friedrich Seidenstücker – und tatsächlich sind in den gesamten vergangenen drei Monaten all unsere Bemühungen, einen Abstecher dorthin in unsere Berlinausflüge einzubinden, gescheitert. Aber, und das ist sowohl die gute und als auch die schlechte Nachricht: Ab heute bleibt uns – und natürlich auch euch – noch genau ein Monat, den Besuch endlich nachzuholen.

»Beinahe jeder Berliner kennt seine Fotografien: Diejenigen, die sich für die Geschichte ihrer Stadt interessieren, schätzen Seidenstückers atmosphärische Aufnahmen vom Berliner Alltagsleben der Weimarer Republik. Unter den Tier- und Zooliebhabern erwarb er sich mit seinen einfühlsamen Tierstudien einen geradezu legendären Ruf, und für die Historiker sind seine eindringlichen Aufnahmen des zerstörten Berlin eine kostbare Quelle.

Auch wenn Seidenstücker als typischer Berliner Fotograf gilt, ist er doch auch weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt – nicht zuletzt deshalb, weil er sich um eines ganz besonders verdient gemacht hat: Seine Bilder zeugen von Humor, und den findet man in der Fotografie selten. Aus dieser Haltung heraus hat sich das Werk von Friedrich Seidenstücker entwickelt. Es ist von Optimismus getragen, ohne die Zumutungen und Härten, ohne die Armut und das Elend der Zeit zu verschweigen.« (Berlinische Galerie)

Ausgewählte Fotografien zeigt ein Online-Album bei EinesTages.de, der Katalog zur Ausstellung ist unter dem Titel  »Friedrich Seidenstücker – Von Nilpferden und anderen Menschen« bei Hatje Cantz erschienen.

Info
Friedrich Seidenstücker: Fotografien 1925-1958
Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124-128,  Berlin
Mi-Mo 10-18 Uhr, Eintritt 5-9 Euro
Die Ausstellung läuft noch bis zum 6. Februar 2012.

Links
Berlinische Galerie
Eines Tages
Seidenstücker bei Hatje Cantz

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Immer, wenn der Dezember näherrückt, machen sich Menschen an das Erstellen von Jahresendlisten als gäbe es kein Morgen. Weil 2011 schon soviel über den Weltuntergang gesprochen wurde, fing das Archivierfieber gefühlt mit dem Sommerende an und so gibt es gedruckt und online eine Vielzahl von Aufzählungen. Gern wird auch noch nach Veröffentlichungsform gelistet. Ich prophezeihe, dass im nächsten Jahr auch das Kassettenlisten wieder salonfähig ist. Vielleicht auch Downloadeinstufungen danach, wie religiös der Akt war.

Wie dem auch sei, ich will hier nichts verurteilen, sondern bin schwer begeistert von Fülle und Akribie. Und dankbar natürlich – so kann ich schließlich im Nachhinein vorgeben, ich wüsste eh Bescheid darüber, was ging und geht. Ich bin gespannt, ob das Vortäuschen von Musikgeschmack 2012 auch salonfähig sein wird – ich praktiziere das bereits seit längerem. Einfach mit dem Ende der Jugend alle kommenden Freunde nach musikalischen Vorlieben auswählen und anfangen, für einen Club zu arbeiten – dann muss man sich nur noch im Namenaufschnappen üben und kann die Freizeit für wichtige Dinge wie zu spät kommen nutzen (ist nach einer Handyvertragswerbung heutzutage auch völlig in Ordnung).

Ehe ich mich ungelenk aus der Konsequenz stehle, nun selbst nachträglich das zu empfehlen, was es 2011 in mein iTunes geschafft hat, möchte ich nochmal auf Sabines und Maltes Videobestenliste hinweisen, die sie auf und für tape.tv zusammengestellt hat. Ich wiederum möchte euch gern drei Bands bzw. Musiker ans Herz legen, die für diese Wochen geeignet sind, in denen man mal nichts anklicken mag und sich denkt, hey, ich sollte mir irgendwas anhören, dass vor meiner Geburt (oder meiner Geburt + 15 Jahre) herausgebracht wurde. Und damit das alles einen thematischen Überbau hat, gibt es dazu Lieder, die vom Tanzen und/oder Feiern handeln. Denn da hat ja alle Musik ihren Ursprung – sei’s ein Ritualmord oder ein Debütantenball – und da führt alles wieder hin.

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Frohe Weihnachten

Wieder liegt ein Jahr hinter uns, für Affekt war es das zweite. Wir haben viele neue Menschen getroffen und kennengelernt, die Seite aufgehübscht und im September Geburtstag gefeiert. Grund genug für uns, ›Danke‹ zu sagen.

Wir verbeugen uns ganz herzlich vor allen, die uns seit Beginn dieses kleinen Kultur-Blogs unterstützt haben, insbesondere vor unseren Gastautoren und unseren Kolumnisten Luise, Jan-Eike und Elias. Ein riesiges ›Danke‹ geht natürlich auch an die werte Leserschaft! Es ist schön zu sehen, dass Euch Affekt gefällt und stetig wächst.

Nun verabschieden auch wir uns in die Feiertage, wünschen Euch entspannte Weihnachten und einen guten Rutsch!

Sabine & Malte
Affekt Blog

 

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