∆ | Affekt —Blog für Kultur und Relevantes
07.02.
2010

horwath
Sven Regener ließ es sich in Hamburg nicht nehmen, ihn selbst mit großen Worten anzukündigen, ja gar anzupreisen, bevor Florian Horwath am Samstagabend das Konzert von Element of Crime eröffnete und hält sich auch sonst nicht bedeckt, wenn es darum geht, was er von seinem jungen österreichischen Kollegen hält:

»In diesen Zeiten sollte man nicht lange drumherumreden: Florian Horwath ist der erste österreichische New-Folk-Star. Er ist cool, er ist schön, und seine Musik ist es auch. Außerdem ist sie wild und sehr akustisch, so akustisch, dass es scheppert, und das ist viel wert. Man wird den Eindruck nicht los, als ob hier jemand endlich mal den Weg beschreitet, auf den sich die anderen bisher alle nicht getraut haben, und zwar mit großen Schritten und ohne Rücksicht auf Verluste. Bravo, Florian“ (Sven Regener zitiert nach dem Label Stereo Deluxe)

Seit zwei Wochen ist Florian Horwath schon mit Element of Crime unterwegs und stellt sein am 5. Februar in Deutschland erschienenes Album »Speak To Me Now« vor. Nach »We Are Gold« (2005) und »Sleepyhead« (2008), auf dem sich auch das Duett »Baby You Got Me Wrong« mit Cardigans-Frontdame Nina Persson befindet, ist »Speak To Me« Now bereits sein drittes Album.

Heute ist Florian Horwath nochmal mit Element of Crime in der Arena in Berlin zu sehen, am Dienstag, den 9. Februar findet im Gasometer in Wien das letzte Konzert der gemeinsamen Tour statt.

Links
Florian Horwath – Offizielle Seite
Florian Horwath – Myspace

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02.02.
2010

Das deutsch-schweizerische Theater-,Performance- und Hörspiel-Projekt Rimini Protokoll ist an diesem Wochenende mit dem Stück »Black Tie« zu Gast auf Kampnagel. Die Künstlergruppe ist dafür bekannt, nicht mit professionellen Schauspielern in einer Rolle, sondern mit ‘echten Menschen‘, Personen mit Biografie, zu arbeiten und diese im Rahmen ihres Dokumentartheaters zu thematisieren. So steht bei »Black Tie«, das bereits 2008 in Berlin uraufgeführt wurde, die gebürtige Koreanerin Miriam Yung Min Stein im Mittelpunkt, die von einer deutschen Familie adoptiert wurde und die das Stück beim Zusammensammeln und -fügen der Puzzlesteine ihrer Biografie begleitet.

Für die Zeit vor dem ersten Dokument hat sie von der Adoptionsvermittlungsstelle nur die mythische Information: »Du wurdest in Südkorea 1977 in einer Schachtel gefunden, umhüllt von Zeitungspapier.«
Für »Black Tie« spuckt Miriam Yung Min Stein in ein Röhrchen der Firma 23andMe, macht einen Backenabstrich mit dem »genom-collector« der Firma DeCODEme und wartet auf die Teilsequenzierungen ihres Genoms durch die beiden Marktführer. Einer der beiden empfängt sie auf der Webseite, die ihre genetischen Daten preisgeben, mit dem Slogan »welcome to you«. Der eigene ‚Bauplan’, eine Biografie? – Wie erzählt man die eigene Geschichte, wenn wie im Fall Steins ihre Aufzeichnung erst mit der Ankunft auf einem deutschen Flughafen beginnen kann?

»Black Tie« kreist um das schwarze Loch der Herkunft, um die befremdlich-beredte Hilfsindustrie der jungen Humangenetik dieser Tage und das Befremden zwischen Umwelt und mir – in Osnabrück hineinzuwachsen in einen Körper, der koreanisch wirkt, der ein ganzes Land, einen Krieg, eine andere Kultur wie in einer verschlossenen Kapsel mit sich herumträgt, unbekannt, sprachlos – ein potentieller Ort, Fluchtpunkt, Traumfabrik.

Adoption, anonyme Samenspende, Weihnachtspakete für Waisenkinder – kennen die guten Menschen die wachsenden schwarzen Löcher, die ihr guter Wille auch erzeugt? Was wäre, wenn jede internationale Hilfe gestoppt werden würde? Wie könnte den Helfern geholfen werden, die süchtig werden Gutes zu tun und dafür ihren gerechten Dank erwarten? Und was stand in der Zeitung, in die das Baby gewickelt war, 1977 in Südkorea?

Die Premiere von »Black Tie« auf Kampnagel findet am Donnerstag, den 4. Februar um 20 Uhr statt. Weitere Termine sind für den 5. und 6. Februar, ebenfalls um 20 Uhr angesetzt. Die Karten kosten zwischen 8€ und 17€, es sind aber leider nur noch wenige verfügbar.

Im April wird »Black Tie« im Rahmen des PAZZ Festivals in Oldenburg erneut aufgeführt. Weitere aktuelle Termine anderer Stücke von Rimini Protokoll, zum Beispiel »Sicherheitskonferenz« in München oder »Heuschrecken« in Berlin, finden sich auf der Website.

Links
Rimini Protokoll
Kampnagel

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01.02.
2010

Stefan Sagmeister zählt zu den bekanntesten Persönlichkeiten im Kommunikationsdesign. Der in New York lebende Österreicher betreibt seit 1993 sein eigenes Studio – Sagmeister Inc. Zu seinen Arbeiten zählen Cover für Lou Reed oder die Rolling Stones. Seine Arbeiten zeichnen sich oft durch die Grenzüberschreitung zur Kunst aus. Dabei scheut er sich auch nicht alle Angaben für eine Veranstaltung in die Haut zu ritzen, um es dann abfotografieren zu lassen.

Nike van Dinther und David Fischer von ArtSchoolVets hatten im Rahmen des Lucky Strike Awards, den Sagmeister gewann, die Möglichkeit ein Interview mit dem Designer zu führen und interessante Fragen über die oben genannte Gradwanderung zwischen Design und Kunst oder das Sabatical nach einem Burnout zu stellen.

Links
ArtSchoolVet
Sagmeister Inc.

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01.02.
2010

Kommenden Donnerstag findet unter dem Titel ham.lit in Hamburg zum ersten Mal die Lange Nacht junger Literatur und Musik statt. Als Location wurden die beiden im Medienbunker an der Feldstraße beheimateten Clubs Uebel & Gefährlich und Terrace Hill gewählt, auf deren drei Bühnen parallel Darbietungen der derzeit aufregendsten jungen deutschsprachigen Literatur und Musik zu sehen (und vor allem hören) sein werden.

18 teils etablierte, teils noch unbekannte Autorinnen und Autoren spannen den Bogen vom Roman bis zu experimenteller Lyrik, darunter Tilman Rammstedt, Finn-Ole Heinrich, Stefan Beuse, Monika Rinck und Verena Rossbacher. Im Anschluss an die Lesungen stehen die Konzerte des Hamburger Singer/Songwriters Gisbert zu Knyphausen und der Wienerin Gustav, die ihre Musik als electonric chanson beschreibt, auf dem Programm. Am Donnerstag Nachmittag wird Gustav übrigens um 15 Uhr zu Gast beim ByteFM-Tourkalender sein, wo sie über ihr anstehendes, drittes Album sprechen wird.

Das Festvial findet am Donnerstag, den 4. Februar ab 19:30 Uhr im Uebel und Gefährlich und Terrace Hill, Feldstraße 66 statt. Karten kosten im Vorverkauf 15€, bzw 12€ ermäßigt.

Links
ham.lit
ham.lit – Programm
Gustav – Myspace
Gisbert zu Knyphausen – Myspace

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30.01.
2010

Mit ihrem frisch in Deutschland erschienenem Debütalbum »Reservoir« nehmen Fanfarlo Platz an der Schnittstelle zwischen Arcade Fire, Beirut und The National – und das ist ein durchaus hübsches Fleckchen in der Musiklandschaft.

Bevor es im März mit Mumford and Sons auf UK Tour geht, sind Fanfarlo am Montag, den 1. Februar zu Gast in der Hamburger Prinzenbar. Der Eintritt kostet im Vorverkauf 12 Euro.

Links
Fanfarlo
Fanfarlo bei Myspace

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28.01.
2010

Am Samstag wird die zweite Ausgabe der Zeitlosschrift bei Boys Boys Boys vorgestellt.

Die Zeitlosschrift ist ein über oder untermodernes Magazin für Photographie und Literatur, in dem Gastphotographen wie Literaten sowie die Herausgeber selbst den Versuch beginnen, Text und Bild in eine neue, junge Form zu bringen. Mit dabei diesesmal sind unter anderem Walter Pfeiffer, Brett Llyod und Nils Dunkel.

zls

Ort und Stelle
Zeitlos Magazinvorstellung
Boys Boys Boys
Neuer Kamp 19
20357 Hamburg

Samstag, 30. Januar 2010
Beginn: 18 Uhr

Link
Zeitlosschrift bei Facebook
Boys Boys Boys

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27.01.
2010

xratedX-RATED/SEX-RELATED
A quick show of quite special magazines and art zines

Am 30.01.2010 wird es in der Art-Lawyer-Gallery ziemlich heiß. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe “blatt contemporary magazine zeigen der Art-Lawyer Jens O. Brelle und Nude Paper Art-Director Uwe Jens Bermeitinger für eine Nacht zeitgenössische erotische Magazine und ganz spezielle Art-Zines.

Auf dem Programm stehen: Ausgedehntes Vorspiel mit eher ästhetischen Magazinen wie z.B. Jacques, Paradis, S Magazine und Purple Fashion. Härter zur Sache geht es mit Gazetten wie Daddy The Magazine, “The new Gentlemen’s Club” und Butt. Daneben gibt es Klassiker wie das legendäre LUI und alten PLAYBOY-Ausgaben aus den 70´er Jahren.

Als Special des Abends trägt Pornoanwalt Marco Dörre vor: “Pornografie und Recht eine juristische Sittengeschichte”.

Die Jungs von Nude Paper “beschmieren” die Gallery-Toilette mit bisher unveröffentlichtem Material sowie Arbeiten der New Yorker Fotografin und Model Hanna Putz, dem Fotografen Felix Krüger aus Hamburg, Pawel Jaszczuk aus Tokio und diversen anderen Schweinereien.

Eintritt frei (ab 21 Jahren)

Samstag, 30.01.2010, um 21 Uhr (Vortrag ca. 22 Uhr)

Art Lawyer Gallery
Königstraße 16
Hamburg-Altona

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25.01.
2010

45 Jahre harter Rock, gute Frisuren und Outfits, der Mauerfall … all das ging auf das Konto der Hannover-Rock-Kapelle Scorpions. Wir ziehen unsere Klaus Meine-Gedächtnis-Mütze und sagen »Danke« für die wunderbare Zeit.

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23.01.
2010

»Universalove« ist ein Episoden-Film über die Liebe von Luxemburg bis Tokio, dem der Begriff Kino nicht mehr gerecht wird. Der österreichische Filmregisseur Thomas Woschitz hat einen beeindruckenden Bilderkosmos geschaffen, bei dem die Musik der österreichischen Independent Könige Naked Lunch eine Hauptrolle spielt: Die exakt getimten Musikeinwürfe orchestrieren und strukturieren den Film – und werden von Naked Lunch live gespielt!
Die mediale Reibung zwischen den teilweise effektvollen, artifiziellen Bildern und der performativen Direktheit und Wucht eines hochkonzentrierten Rocksets lässt uns Bilder hören und Musik sehen. Und der Film selbst, in dem jede Liebesgeschichte eine eigene Atmosphäre und ihren eigenen Rhythmus hat, ist so herausragend, dass er 2009 mit dem Max Ophüls Preis ausgezeichnet wurde. (Kampnagel)

Nach der gestrigen Deutschland-Premiere in Berlin ist das außergewöhnliche Kinoerlebnis mit Live-Musik morgen, den 24. Januar in Hamburg auf Kampnagel zu sehen, sowie am 25. Januar im Leipziger Nato und am 26. Januar im Rahmen des Filmwochenendes in Würzburg.

Links
Universalove
Universalove - Trailer
Naked Lunch
Kampnagel

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21.01.
2010

The XX »VCR«

xxMit »The next big thing« Hypes tue ich mich immer schwer. So erging es mir auch bei The XX. Als ich sie dann einmal in Hamburg vor American Apparel hab stehen sehen, war das Klischee perfekt. Nichtsdestotrotz muss ich sagen, dass die Musik doch sehr schön ist – ebenso das neue Video zu »VCR«, das es bei Steregum zu sehen gibt. Außerdem kann man auf der Website einen Remix von Matthew Dear runterladen.

Links
Stereogum
via

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