Letzten Freitag ist »Eskimo Snow«, das neue Album von Why? erschienen und bereits mehrfach zur Platte des Monats ernannt worden. Aus gutem Grund. Die Band um Yoni Wolf klingt auf ihrem vierten Album klingt zwar weit weniger HipHop-lastig als je zuvor, hat ihren unverwechselbaren Klang aber dennoch beibehalten. Wolf beschreibt die Songs der neuen Platte als a bit more wild, more open, more live. Hier eine Kostprobe aus dem Album: »Into The Shadows Of My Embrace«.
Heute erscheint außerdem als Vorbote des neuen Sterne-Albums die EP »Der Riss«. Darauf befinden sich die drei neuen Songs »Nach Fest Kommt Lose«, »Neblige Lichter« und »Deine Pläne« und klingen im Gegensatz zu alten Sterne-Stücken erstaunlich elektronisch. Die EP erscheint bei Gomma Records als Vinyl Maxi und als Download. Für das Album, das den Titel »Depressionen aus der Hölle« tragen wird, ist Februar 2010 als Veröffentlichungstermin angesetzt.
The Eskimo Snow songs are a bit more wild, and the drums have more room mics. They’re more open. The sound is more open, more live … This record, Eskimo Snow, is really the least hip-hop out of anything I’ve ever been involved with. I mean, they feel like song-songs with– I don’t want to say a typical verse-chorus structure, but they’re song-songs.
Über 6 Ecken kennt angeblich jeder jeden, das haben wir alle schon mal gehört oder behauptet. Mittlerweile soll die These sogar Hand und Fuß haben – aber in Zeiten von Facebook, Myspace und Xing wundert das auch keinen mehr so richtig: Sogenanntes Networking ist heute alles.
Daniel Möring war neugierig und wollte sehen, wer die Menschen in seinem Netzwerk eigentlich sind. So rief der Hamburger Kunststudent Anfang des Jahres das Projekt »Is In Your Extended Network« ins Leben und schickte eine kleine Box mit einer Kamera los, sein Netzwerk zu erforschen..
Der in München geborene Künstler Thomas Demand hat bereits seit dem 18. September seine erste Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie zu Berlin. Angelehnt an die Räumlichkeiten heißt seine bisher größte Schau im deutschsprachigen Raum »Nationalgalerie«, die weiterhin sein Heimatland thematisiert.
3 Tage Reeperbahn Festival liegen hinter uns. 3 Tage Konzerte, Kunst und Kurze auf dem Kiez, ein Wochenende unter dem Motto »New International Music«. Wir haben ausgeschlafen und stellen unsere Highlights und Neuentdeckungen des Wochenendes vor.
Mit Spannung erwartet hatten wir den Auftritt von Au Revoir Simone am Donnerstagabend. Und die hochgesteckten Erwartungen an Band und Location erfüllten sich! Kaum hatte die Menge, die sich bereits weit vor Einlass vor dem Eingang des Imperial Theaters versammelt hatte, auf den roten Samtsesseln Platz genommen, betraten die drei New Yorkerinnen die Bühne. Sanfter Synthiepop mit zartem, oft mehrstimmigem Gesang und dazu der Anblick der drei wirklich reizenden jungen Damen - dieses Konzert abseits der sonst üblichen Bühnen in einem kleinen Theater erleben zu dürfen, war wirklich ein besonderes Erlebnis.
Das aktuelle Album »Still Night, Still Light« ist im April erschienen. Das Video zur Single »Shadows« hatte jüngst Premiere auf DLF.tv.
Für Hamburger Kunstinteressierte ist Alex Diamond kein Unbekannter. Heute erscheint sein erstes Buch »Don’t worry ’bout a thing (being Alex Diamond)« beim Verlag Gudberg. Zu sehen sind rund 40 seiner neusten Arbeiten, die sich mit der eigenen Identität, der sozialen Rolle, der Macht des Egos und Schizophrenie auseinandersetzen. Dabei bemalt der Hamburger Künstler Fotografien mit seinen bekannten Tentakelmasken und stellt sie so einen neuen Kontext. Alex Diamond:
If I would come from anywhere, it would be Lost Vegas, which is a tiny place behind the right cerebral hemisphere. Just dust, sand and sun; nothingness really. No past, just a present and future, that‘s why I was never born and will never die.
Heute, am 30. September 2009, stellen der Verlag Gudberg und Alex Diamond exklusiv das 136 Seiten-starke Buch bei Urban Outfitters am Gänsemarkt 45 vor. Wer zwischen 16 und 20 Uhr in der Nähe ist, sei also aufgefordert zu kommen.
Donnerstag spielten Au Revoir Simone noch ein wunderbares Set im Imperial Theater im Rahmen des Reeperbahn Festivals. Nun ist das Video zur neuen Single »Shadows« als Weltpremiere bei David Lynch Foundation Television zu sehen. Zusätzlich gibt es noch Lob vom Altmeister Lynch persönlich, sowie ein Videointerview mit den drei jungen New Yorkerinnen.
»All over the Kiez« ist ein Projekt von einer/einem uns unbekannten Fotografin/en. Auf der Seite heißt es:
all over the kiez ist eine Fotoausstellung in Hamburg. Und all over the kiez ist keine Fotoausstellung in Hamburg.
Es ist ein Projekt, ein temporäres Nehmen und Geben. Ein Aufgreifen von Sehenswertem und das Abbilden davon an Originalschauplätzen.
Hierfür gibt es keine Galerie. St. Pauli ist die Galerie. Alle Fotografien finden sich dort wieder, wo sie entstanden – Impressionen aus der Nachbarschaft in der Nachbarschaft, sozusagen.
Koordinaten werden zu Bildtiteln und lassen sich hier per Klick bereisen. So ergeben zahlreiche Ansichten eines Viertels meinen Blickwinkel aufs Viertel.
Das Entdecken kann beginnen.
Die Koordinaten sind mit Google Maps verlinkt. So kann man ganz einfach die Schauplätze finden und erkunden. Eine tolle Sache!
27.09.2009 /
Von: Sabine /
Kategorie: Gesellschaft /
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Wahlsonntag. Von Rentnern über Piraten bis zu Nazis kann man heute allerhand sogenannte Repräsentanten des Volkes wählen – die PARTEI in diesem Jahr jedoch nicht. Ihre inhaltlichen Zielsetzungen seien nicht ernst zu nehmen, bemängelte der Bundeswahlleiter und schloss sie im August von der Bundestagswahl 2009 aus.
Unter dem Motto »Where is my vote, Wahlleiter?« feiert die PARTEI aber trotzdem heute Abend in Hamburg ihren »Wahlsieg, der uns nach Auszählung der Stimmen am 27. September sicher gewesen wäre«. Teil des Programms ist unter anderem der PARTEI-Film:
Exklusive Wahl des Bundestages
Ab 17:30Uhr Sondervorstellung des PARTEI-Films
Wahlkampfstudio mit Hochrechnungen
Elefantenrunde und Ministerpostentombola
Kurzfilme und Berichte des Landesverbandes Hamburg
Wahlparty mit Live- und Konservenmusik
Heute Abend ab 17Uhr im Uebel&Gefährlich. Der Eintritt kostet 5€.
24.09.2009 /
Von: Sabine /
Kategorie: Film /
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Heute beginnt in Hamburg nicht nur das Reeperbahn Festival für Musikliebhaber, sondern auch ein großes Event für Kinofans. Bis zum 3. Oktober feiern auf dem 17. Filmfest Hamburg internationale Filme ihre Deutschland-, Europa- oder sogar Weltpremiere. Das Festival setzt in diesem Jahr dabei seine Schwerpunkte auf die Themen »Pulsierende Metropolen«, »Junges Kino aus der Türkei« und »Kräftiger Gegenwind (Gentrification)«. Teilnehmen werden insgesamt 142 Filme aus 42 Ländern.
Eröffnet wird das Filmfest heute Abend um 19:30Uhr mit der Deutschlandpremiere von Fatih Akins Komödie »Soul Kitchen«, die bereits bei den Filmfestspielen in Venedig prämiert wurde und im Dezember in den deutschen Kinos anläuft.
Das Filmfest Hamburg läuft vom 24. September bis zum 3. Oktober. Karten für die einzelnen Vorstellungen bekommt man während des Filmfests in den teilnehmenden Kinos, am Festivalcounter im Levantehaus (Mönkebergstr. 7) oder in der Ponybar (Allende-Platz 1).
Das vierte Reeperbahn Festival steht in den Startlöchern! Rund 150 Bands werden dieses Wochenende auf den Bühnen auf und um den Hamburger Kiez zu sehen sein. Mit dabei sind nicht nur namhafte Musiker wie Dinosaur Jr., Deichkind und Emiliana Torrini, sondern vor allem vielversprechende Neuentdeckungen: Das Festival, das in Deutschland das größte seiner Art ist, steht nämlich unter dem Motto »New International Music«.
Au Revoir Simone stellen auf dem Reeperbahn Festival ihr bereits drittes Album vor und gelten damit wohl nicht mehr als Neuentdeckung. Auf ihr Konzert im am Donnerstagabend im Imperialtheater freuen wir uns dennoch besonders, da das kleine, mit roten Samtsesseln ausgestattete Krimi-Theater dem sanften Elektropop von Au Revoir Simone eine ganz besondere Atmosphäre verleihen wird.
Ebenfalls das dritte (und hochgelobte) Album im Gepäck hat Niels Frevert, der sich bei seinem Konzert am Freitagabend von einem Streicherensemble unterstützen lassen wird.
Unsere Empfehlung für den Samstagabend kann sich aufgrund des reichen Angebots nicht mehr auf nur ein Konzert beschränken, sondern umfasst gleich eine ganze Location: Die Fliegenden Bauten. In dem Zirkuszelt in den großen Wallanlagen wird nebst Sophie Hunger, Sophia und Phantom/Ghost auch der Isländer Ólafur Arnalds spielen.
Neben der Konzerte bietet das Festival außerdem ein Rahmenprogramm aus Kunst, Film und Diskussion, von dem wir dem Leser besonders die Flatstock-Ausstellung ans Herz legen möchten, in der Rockposter der etwas anderen Art gezeigt werden.
Das Festival findet vom 24.-26. September statt. Der Eintritt für das gesamte Festival beträgt 55€, Tageskarten sind ab 29€ erhältlich.